Kompetenz­orientierung

Kompetenz­orientierung

Die kompetenzorientierte Gestaltung von Studiengängen, Lehrveranstaltungen und Prüfungen ist eine zentrale Forderung der Europäischen Studienreformen und verlangt einen Perspektivenwechsel in der Lehre. Kompetenz­orientierung hat unter anderem Eingang in die Ländergemeinsamen Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz und in den Deutschen Qualifikationsrahmen für Hochschulabschlüsse gefunden.

Um das Konzept der Kompetenz­orientierung umzusetzen, ist zu klären, welche Bildungs- und Qualifikationsziele mit einem Hochschulstudium verfolgt, welche Kompetenzen also entwickelt und gefördert werden sollen. Vier Kompetenzkategorien lassen sich unterscheiden:

  • die wissenschaftlich/künstlerische Befähigung,
  • die Befähigung zur Ausübung einer qualifizierten Berufstätigkeit,
  • die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und
  • die Persönlichkeitsentwicklung.

Bildungs- und Qualifikationsziele aus jeder dieser vier Kategorien sollten bei der Gestaltung von Studiengängen berücksichtigt werden. Sie gelten mehr oder weniger für alle Studienprogramme, wenn auch natürlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wie die Ausprägung und Gewichtung der Kategorien in einzelnen Studiengängen realisiert wird, entscheiden die Fachbereiche bei der Gestaltung von Studiengängen und begleitenden Maßnahmen.

Hintergrundinformationen und Arbeitshilfen

  • Veranstaltungen: Über die Herausforderungen der Kompetenz­orientierung wurde auf der Tagung „Wissen und Können: Kompetenzziele, Lernergebnisse und Prüfungen studierendenzentriert formulieren und gestalten“ diskutiert. Lehrende und Studierende aus den Fächern Mathematik, Medizin und Gesundheits­wissenschaften, Rechtswissenschaft, Naturwissenschaften, Sprach- und Kultur­wissenschaften, Ingenieur­wissenschaften, Sozial- und Wirtschafts­wissenschaften und Kunst und Musik bearbeiteten in Workshops konkrete Beispiele.
    Gemeinsam mit den Fakultätentagen der Ingenieur­wissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) veranstaltete nexus am 29. März 2011 eine Fachtagung zu kompetenzorientertem Prüfen in den Ingenieur­wissenschaften und der Informatik.
  • Lernergebnisse und Kompetenzen in den Fächern: Eine Zusammenstellung von Fächern und Fachgruppen, die bereits fachspezifische Hinweise für typische Lernergebnisse und Kompetenzen erarbeitet haben, finden Sie hier.
  • Die „nexus Impulse für die Praxis" zum Thema Kompetenz­orientierung im Studium veranschaulichen, wie das Konzept der Kompetenz­orientierung in den Hochschulen umgesetzt werden kann und stellt dazu gelungene Beispiele aus der Praxis vor. Die Ausgabe Kompetenzorientiertes Prüfen konkretisiert wie Prüfungsaufgaben und Prüfformate aussehen können, um den Kompetenzaufbau der Studierenden zu fördern und zu bewerten.
  • Das Fachgutachten Kompetenz­orientierung in Lehre und Studium von Professor Dr. Niclas Schaper analysiert, welche Anforderungen mit einer kompetenzorientierten Ausrichtung eines Studiengangs sowie der darauf bezogenen Module, Lehrveranstaltungen und Prüfungen verbunden sind und welche praxisbezogenen Gestaltungsansätze des Lehrens, Lernens und Prüfens sich daraus ableiten. Das Zusatzgutachten Umsetzungshilfen für kompetenzorientiertes Prüfen geht detailliert darauf ein, wie Prüfungen aufgebaut und gestaltet werden können, um den Studierenden Feedback zu geben und Kompetenzen zu prüfen.
  • "Kompetenz­orientierung in der Lehre"  (PDF, 2,1 MB) - Beitrag von Prof. Dr. Julia Gillen (Universität Hannover) und Prof. Dr. Sönke Knutzen in der "Didaktischen Professorenlounge".
  • Praxisbeispiele zu Kompetenz­orientierung aus den Hochschulen finden Sie hier.
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Termine

14./15. März 2017
nexus-Jahrestagung „Institutionelle Strategien zur Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen“ an der Ruhr-Universität Bochum

 11. April 2017
„20 Jahre Lissabon-Konvention: Quo vadis Anerkennung?“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

10. März 2017
Auf dem Weg zur automatischen Anerkennung? - Erkenntnisse aus dem FAIR-Projekt - in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin