Kompetenzorientierung

Die kompetenzorientierte Gestaltung von Studiengängen, Lehrveranstaltungen und Prüfungen ist eine zentrale Forderung der Europäischen Studienreformen und verlangt einen Perspektivenwechsel in der Lehre. Kompetenzorientierung hat unter anderem Eingang in die Ländergemeinsamen Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz und in den Deutschen Qualifikationsrahmen für Hochschulabschlüsse gefunden.

Um das Konzept der Kompetenzorientierung umzusetzen, ist zu klären, welche Bildungs- und Qualifikationsziele mit einem Hochschulstudium verfolgt, welche Kompetenzen also entwickelt und gefördert werden sollen. Vier Kompetenzkategorien lassen sich unterscheiden:

  • die wissenschaftlich/künstlerische Befähigung,
  • die Befähigung zur Ausübung einer qualifizierten Berufstätigkeit,
  • die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und
  • die Persönlichkeitsentwicklung.

Bildungs- und Qualifikationsziele aus jeder dieser vier Kategorien sollten bei der Gestaltung von Studiengängen berücksichtigt werden. Sie gelten mehr oder weniger für alle Studienprogramme, wenn auch natürlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wie die Ausprägung und Gewichtung der Kategorien in einzelnen Studiengängen realisiert wird, entscheiden die Fachbereiche bei der Gestaltung von Studiengängen und begleitenden Maßnahmen.

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