Medizin und Gesundheits­wissenschaften - Projektziele

Die Sicherstellung einer umfassenden Gesundheitsversorgung erfordert auch im Wissenschaftssystem eine weitreichende Neuorientierung und Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen, um die Forschungsaktivitäten und die wissenschaftliche Professionalisierung aller Gesundheitsfachberufe den veränderten gesellschaftlichen Bedarfen entsprechend anzupassen.

Der Runde Tisch Medizin und Gesundheits­wissenschaften nahm zwischen 2014 und 2020 interprofessionelles Lehren und Lernen in den Fokus, stellte bestehende Ansätze in Form von guten Praxisansätzen („Good Practice“) heraus und skizzierte neue Herangehensweisen:

  • Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, die den Prozess der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe maßgeblich fördern, medizinischen Fakultäten, die mit Modellstudiengängen neue Studienformen schaffen (Wissenschaftsrat 2015) sowie gesundheits- und humanwissenschaftlichen Fakultäten und Fachbereichen, die gesundheitswissenschaftliche Qualifikationsangebote entwickeln (vgl. Hochschulkompass), suchten nach neuen Kooperationsformen in Studium, Lehre und Versorgung.
  • Ziel dieses Entwicklungsprozesses war es, entsprechende Initiativen modellhaft weiterentwickeln zu können bzw. deren Umsetzung zu begleiten („Gesundheitscampus“).

Das Leitthema interprofessionelles Lehren und Lernen in den akademisierten Gesundheitsfachberufen, den Gesundheits­wissenschaften und der Medizin wurde in den beiden Schwerpunkten des Projekts nexus II (2014-2020) - „Studieneingangsphase“ und „Qualifizierungsphase mit Übergang in die Arbeitswelt“ - diskutiert. Der Runde Tisch „Medizin und Gesundheits­wissenschaften“ hat dazu eine Handreichung mit Ansätzen und Empfehlungen mit Fokus auf die Studieneingangsphase für das hochschulische Fachpublikum sowie für Verbände und Interessierte veröffentlicht und zwei Fachkonferenzen (2018, 2020) veranstaltet.