Ingenieur­wissenschaften

Der Runde Tisch Ingenieur­wissenschaften

Der Runde Tisch Ingenieur­wissenschaften beschäftigt sich mit den besonderen Herausforderungen und Bedarfen der Ingenieurstudiengänge bei der Umsetzung der europäischen Studienreform. Unter dem übergreifenden Thema „Kompetenz­orientierung“ behandelt der RT ING als Expertengremium Fragen der Fachdidaktik und Curriculumgestaltung, definiert Eckpunkte für strukturelle Rahmenbedingungen und erarbeitet insbesondere Empfehlungen zur Umsetzung von Kompetenz­orientierung in Studium und Lehre.

"Lernen voneinander"

Der RT ING verfolgt die Zielsetzung, die Hochschulen und Fachkulturen durch Informationsangebote und die Sammlung, Systematisierung und Aufbereitung von Konzepten zu unterstützen und Beispielen für gute Praxis in Studium und Lehre in die Breite zu tragen. Der RT ING setzt hier besonders auf den Erfahrungsaustausch unter den Lehrenden und dem Lernen voneinander und lädt daher im Rahmen seiner halbjährlichen Treffen die Lehrenden der regional umliegenden Hochschulen zum Erfahrungsaustausch über ihre Good-Practice-Beispiele ein. Die Treffen bieten die Gelegenheit, über Konzepte von guter Lehre, z. B. zur kompetenzorientierten Curriculumgestaltung, alternativen Prüfungsformaten und den konstruktiven Umgang mit einer heterogenen Studierendenschaft zu diskutieren und praxisorientiert Anregungen austauschen.

Rückblick: Studieneingangsphase

Der RT Ing beschäftigte sich im Jahre 2015 intensiv mit dem Schwerpunktthema „Erfolgsfaktoren in der Studieneingangsphase“. In diesem Rahmen standen sowohl extracurriculare Fördermaßnahmen als auch die Gestaltung von curricularen Lehrveranstaltungen zu den sogenannten „Grundlagen“ in der Studieneingangsphase im Zentrum, weil diesen für Studienerfolg und Studienabbruch eine zentrale Bedeutung zukommt. In dieser Diskussion um eine gelungene Gestaltung der Studieneingangsphase standen vor allem fachspezifische Themen im Fokus, wie z. B.mathematische Vorkenntnisse und Fachidentifikation:

Mangelnde mathematische Vorkenntnisse entpuppen sich oftmals als Nadelöhr beim Studienerfolg in den Ingenieur­wissenschaften. Praktisch alle Hochschulen bieten daher Förderangebote in Form von Brückenkursen, studienbegleitenden Förderkursen, Tutorien und Lern- und Übungsgruppen an. Ein einfaches Erfolgsrezept lässt sich für die Gestaltung solcher Maßnahmen nicht geben, allerdings haben die Erfahrungen der Mitglieder des RT Ing gezeigt, dass bestimmte „Erfolgsfaktoren“ zu berücksichtigen sind.

Die Fachidentifikation ist ein wesentlicher Faktor, um die Motivation der Studierenden aufrechtzuerhalten und über die Schwierigkeiten der ersten Semester hinweg zu tragen. Für die Förderung der Fachidentifikation gibt es viele Ansatzpunkte, die vor allem die curriculare Lehre betreffen und weniger in einzelnen Maßnahmen adressiert werden.

An der Schaffung der Voraussetzungen einer gelungenen Studieneingangsphase wie z. B. die Sicherstellung mathematischer Grundkenntnisse und der Förderung von Fachidentifikation wird seit längerer Zeit in zahlreichen Maßnahmen an vielen Hochschulen in ähnlicher Form gearbeitet. Die Sammlung und Bündelung der Erfahrungen der RT Mitglieder mit Maßnahmen in der Studieneingangsphase hat zu einer Empfehlung geführt, die dem Austausch zwischen den Hochschulen dient, sodass nicht jede Hochschule das Rad respektive die Fülle von Maßnahmen neu erfinden muss.

Ausblick: Qualifikationsphase und Übergang in den Beruf

„Fachlichkeit und Beruflichkeit - Kompetenzen zwischen komplexen Studiengängen und den Erfordernissen der Berufswelt“

Entsprechend des gewählten des Querschnittthemas „Kompetenz­orientierung“ wird der RT sich mit Kompetenzen an der Schnittstelle Studium – Beruf beschäftigen. Welche Kompetenzen vermitteln Studiengänge und werden diese den Erfordernissen der Berufswelt gerecht? Wie kann eine Abstimmung von zu erlernenden Kompetenzen zwischen allen beteiligten Stakeholdern gelingen? Wie kann dem Anspruch von Wissenschaftsbezug, Praxisnähe und Zukunftstauglichkeit in Hinblick auf Industrie 4.0 begegnet werden?

Der Übergang vom Bachelor zum Master wird insbesondere differenziert nach Hochschultyp in den Blick genommen werden, ebenso wie der Übergang zur Promotion und in das Arbeitsfeld von angewandten Forschung und Entwicklung.

Des Weiteren steht im Fokus, inwieweit traditionelle Lehrveranstaltungen und Konzepte in der Ingenieursausbildung reformbedürftig sind, um den komplexen und immer vielfältigeren Herausforderungen gerecht zu werden, denen sich angehende Ingenieure in Zukunft stellen müssen.

Problemorientiertes Lernen, aktivierende Lehr/Lernformate, die curriculare Verankerung von Projektarbeiten und Praxisbezügen sowie das disziplinübergreifende Thema Nachhaltigkeit sind nur einige Ansätze, die im direkten Erfahrungsaustausch diskutiert und erprobt werden können.

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Termine

 11. April 2017
„20 Jahre Lissabon-Konvention: Quo vadis Anerkennung?“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

26. Juni 2017
„Bildung und Kompetenzen für die digitale Gesellschaft und Arbeitswelt“ an der Hochschule München

3. und 4. Juli 2017
"Prüfungspraxis im Wandel" an der Hochschule Bremen