Aufgaben und Ziele

Projekt nexus: Aufgaben und Ziele

Um die Hochschulen bei der Weiterentwicklung der Studienprogramme und dem Ausbau der Studienqualität zu unterstützen, hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt "nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“ gestartet.

Schwerpunkte des von 2014 - 2018 angelegten Vorhabens sind:

  • die Optimierung der Studieneingangsphase
  • die Förderung der Mobilität während des Studiums sowie
  • der Übergang in das Beschäftigungssystem

Orientierungspunkt „Student Life Cycle“

Das Projekt setzt an den wichtigsten Stationen des sogenannten Student Life Cycle an. Dabei beschäftigt es sich mit der Gestaltung von Übergängen: Wie können Studierende mit unterschiedlichen Biografien und Hintergründen besser an den Hochschulen ankommen und erfolgreicher studieren? Wie können Studien- und Prüfungsleistungen, die in einer anderen Hochschule erworben wurden, transparent anerkannt werden? Wie sollte ein wissenschaftliches Studium ausgestaltet sein, das die Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich sein lässt?

Grafik Student Life Cycle

„Runde Tische“: Exemplarische Lösungen für Medizin und Gesundheits­wissenschaften, Ingenieur- und Wirtschafts­wissenschaften

Das Projekt arbeitet dabei gezielt mit ausgewählten Fachgruppen in den Ingenieur-, Wirtschafts- und Gesundheits­wissenschaften/Medizin zusammen, um exemplarische Lösungen zu entwickeln. Dafür wurden „Runde Tische“ einberufen, die sich während der gesamten Projektlaufzeit vertieft mit Problemen und Lösungsansätzen aus fachspezifischer Perspektive befassen. Den Runden Tischen gehören Lehrende, Didaktiker und Studierende der jeweiligen Fachrichtung an, zu denen im Bedarfsfall weitere Expertinnen und Experten hinzugezogen werden. 

Weiterer Schwerpunkt: Anerkennung von Studienleistungen

Zusätzlich zu diesen drei fachspezifischen Runden Tischen wurde ein vierter Runder Tisch einberufen, der sich mit dem Thema „Anerkennung“ befasst. Dabei sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Anerkennung von im In- und Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen entwickelt werden. Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem die Erarbeitung einer Handreichung und anwendungsorientierten FAQ zur Anerkennung in Hochschulen sowie die Durchführung von Informations- und Beratungsveranstaltungen zu den vielfältigen Aspekten der Anerkennung.

Ausgewählte Projektergebnisse

Gestaltung der Studieneingangsphase
Der Fokus der ersten Projektphase (2014-2016) lag auf einer Bestandsaufnahme von Maßnahmen zur Gestaltung der Orientierungs- und Studieneinstiegsphase. In den Runden Tischen fand eine fachspezifische Debatte zu den Maßnahmen in der Studieneingangs­phase statt. Auf diese Weise konnten besondere Erfolgs­faktoren und Ansätze für eine Verstetigung aus der Sicht der mit nexus kooperierenden Fachkulturen identifiziert werden. Entlang der Leitfrage „Wie sensibilisieren, fördern und unterstützen wir die Hochschulen?“ erarbeitete der Runde Tisch Wirtschafts­wissenschaften die Handreichung Die Studieneingangsphase in den Wirtschafts­wissenschaften. Die Frage, welche Faktoren den Erfolg von extracurricularen Maßnahmen in der Studieneingangsphase mitbestimmen, steht im Fokus einer Handreichung des Runden Tisches Ingenieur­wissenschaften.

Qualitätsstandards für Praktika
In der zweiten Projekthälfte (2016-2018) steht die Kompetenzentwicklung vor dem Hintergrund des Übergangs der Absolventen in den Arbeitsmarkt im Mittelpunkt der Projektaktivitäten. Hier wurde 2016 die Debatte um Qualitätsstandards für Praktika mit einem Fachgutachten und einer Tagung bereichert. 

 

Anerkennung: Beratung und Fortbildung für Hochschulen
Der Runde Tisch Anerkennung hat ein Beratungs-und Fortbildungsangebot für Hochschulen konzipiert. Das Format wird individuell mit den Hochschulen abge­stimmt und beinhaltet Themen wie etwa die rechtlichen Grundlagen, Definitionen des wesentlichen Unter­schieds, Fragen zur Akkreditierung oder die praktische Umsetzung an den Hochschulen. Die Handreichung Kriterien für gute Anerkennung und gute Anerkennungspraxis liefert u.a. Antworten zur Rechtssicherheit und Kriterien für praktische Hinweise zur Ausgestaltung von Anerkennung.

Ausblick 2017
Der Runde Tisch Anerkennung plant 2017 eine Empfehlung zur Frage, wie Anerkennung strategisch an den Hochschulen implementiert werden kann. Zudem sollen Vorschläge für die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Leistungen erarbeitet werden. Der Runde Tisch Wirtschafts­wissenschaften bereitet Empfehlungen zur Umsetzung eines Fachqualifikationsrahmen auf Basis des Hochschulqualifikationsrahmens (HQR) vor und plant eine Handreichung zur polyvalenten und kompetenzorientierten Studienganggestaltung. Für den Runden Tisch Medizin und Gesundheits­wissenschaften steht das Verhältnis von Fachlichkeit, Beruflichkeit und Wissenschaftlichkeit im Studium aus Sicht des Interprofessionellen Lehrens und Lernens im Mittelpunkt seiner kommenden Treffen.

Der Runde Tisch Ingenieur­wissenschaften wird sich mit der Kompetenzentwicklung im Spannungsfeld von komplexen Studiengängen und den Erfordernissen der Berufswelt auseinandersetzen. Insbesondere wird im Mittelpunkt stehen, wie Beruflichkeit im Sinne eines breit gefächerten Kompetenzprofils jenseits einer unmittelbaren Berufsvorbereitung durch alternative Lehr-Lernmethoden gefördert und in die Curricula integriert werden kann.

Jetzt anmelden: Jahrestagung 2017
Institutionelle Strategien zur Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen“ sollen am 14./15 März mit der breiten Hochschulöffentlichkeit an der Ruhr-Universität Bochum diskutiert werden.

Vorgängerprojekte

Die Hochschulrektorenkonferenz unterstützt die deutschen Hochschulen seit vielen Jahren bei der Gestaltung der Europäischen Studienreform, und zwar durch mehrere vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekte:

Themenfelder
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Termine

26. Juni 2017
„Bildung und Kompetenzen für die digitale Gesellschaft und Arbeitswelt“ an der Hochschule München

3. und 4. Juli 2017
"Prüfungspraxis im Wandel" an der Hochschule Bremen