Workshop 2: Anerkennung für Fortgeschrittene: Peer-Review mit eigenen Beispielen

Dieser Workshop richtete sich an Personen, die mit den Grundlagen der Anerkennung hochschulischer Kompetenzen und Qualifikationen vertraut und durch die Tätigkeit an ihrer Hochschule mit dem Thema Anerkennung befasst sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten eigene Fälle aus ihrem Arbeitsalltag einbringen, die Problemstellungen mit anderen diskutieren und Lösungsvorschläge entwickeln. Dabei wurden vielfältige Themen von Notenübertragung über Kompetenzorientierung bis hin zur Anerkennung im Wahlbereich diskutiert. Allerdings zeigte sich an verschiedenen Stellen, dass die Handlungsmöglichkeiten der Hochschulen durch exogene Faktoren oftmals limitiert sind und Lösungsmöglichkeiten zwar vorhanden, jedoch kaum realisierbar sind. So halten zwar die meisten Hochschulvertreter eine Umrechnung der Noten anhand der relativen Notenverteilung für wünschenswert, aufgrund der fehlenden Informationen und der Schwierigkeiten in der Praxis bewerten die meisten diese Lösung jedoch für kaum realisierbar. Ähnliches gilt für Ideen der pauschalen Anerkennung, die zwar für sinnvoll erachtet aber aufgrund des nicht in Relation zum Ergebnis stehenden Aufwands, nicht praxisnah erscheinen. An anderer Stelle konnten jedoch durch den Austausch zwischen den Hochschulvertretern einfach positive Lerneffekte erzielt und gute Praxis verbreitet werden, wie z.B. bei der Bewertung und Überprüfung von anzuerkennenden Kompetenzen oder der flexiblen Verbuchung von Leistungen im Wahlbereich mit eigenen oder fremden Modulen bzw. Kreditpunkten.