Das Projekt ist nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert.

Kompetenzorientiertes Prüfen und Constructive Alignment in der Ingenieurmathematik

Prof. Dr. Christoph Maas (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg)

Abstract: In Bachelor-Ingenieurstudiengängen nimmt die Mathematik breiten Raum ein, trägt aber nicht unmittelbar zur Endqualifikation bei. Sie befähigt vielmehr zur tieferen Durchdringung des Stoffs anderer Studienfächer. Hierzu müssen die Studierenden im Umgang mit den behandelten mathematischen Verfahren zu zweierlei in der Lage sein:

  • Auswahl einer geeigneten Vorgehensweise für eine vorliegende Fragestellung sowie
  • korrekte Durchführung des ausgewählten Verfahrens.

Das hierfür formulierte Learning Outcome ist in Hinblick auf die Bloom-Taxonomie in Stufe 3-Anwenden einzuordnen.

Entsprechende Prüfungsaufgaben werden vorgestellt. Sie vermeiden kleinteiliges Abfragen und lassen vielmehr das Ausmaß der gedanklichen Aneignung mehrwöchig behandelter Themengebiete erkennen. Insbesondere enthalten sie stets auch offene Teilfragen, bei denen nicht die einzig richtige Antwort gefunden werden muss. Die Bewertung erfolgt durch ein Kriterienraster mit zwei Komponenten. Dadurch entsteht eine konstruktive Alternative zum üblichen Punktesammeln.

Die Schlüssigkeit des Prüfungskonzepts für die Studierenden entsteht sowohl durch die wöchentliche Bearbeitung von Altklausuraufgaben im Unterricht als auch durch ausdrückliche gegenseitige Bezugnahmen zwischen den Lehrveranstaltungen.

Daneben enthält die Lehrveranstaltung auch explizite Feedback-Elemente zu Fertigkeiten der darunterliegenden Niveaustufen.