Das Projekt ist nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert.

Verwendung eines digitalen Prüfungssystems zur Beurteilung von Kompetenzen in der Programmierung

Sabine Hammer & Sarah Ottinger & Martin Hobelsberger (Hochschule München)

Abstract: Zentrales Ziel von Vorlesungen, wie der zur „Einführung in die Programmierung für Informatiker“, ist das Erlernen grundlegender Software Engineering Methoden, um Probleme aus der Realität modellieren und Lösungen in Form von Programmen entwickeln zu können. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Studierende häufig daran scheitern, Algorithmen eigenständig zu formulieren sowie Methoden situationsadäquat anzuwenden. Es besteht weitgehend Konsens, dass Programmierkompetenzen nicht über den reinen Theoriezugang erlernt werden können, sondern dass Studierende diese selbst einüben müssen. Hier hat sich der Einsatz von anwendungsorientierten Programmieraufgaben etabliert, die individuell oder im Team gelöst werden sollen. Anhand der eingereichten Lösungen können die Programmierfähigkeiten der Studierenden beurteilt werden. Allerdings ermöglichen derartige Prüfungsverfahren nur bedingt Rückschlüsse auf die verwendeten Methoden und Konzepte. Zudem stellt es eine Herausforderung dar, sicherzustellen, dass alle Studierenden gleichermaßen zur Erstellung des in der Lösung präsentierten Programmes beigetragen haben (insbesondere dann, wenn Teamwork erlaubt war). Um nachhaltigen Kompetenzerwerb und eine gerechte Beurteilung dessen zu gewährleisten, können computer-basierte Prüfungen eigesetzt werden. Im Rahmen einer 2-semestrigen Vorlesung zur Einführung in die Informatik wurde ein an der Hochschule München entwickeltes, prüfungsrechtlich abgesichertes, digitales Prüfungssystem verwendet, um die Programmierkompetenzen der Studierenden zu beurteilen und ein individuelles, objektives Feedback an die Studierenden heranzutragen. Der Einsatz dieses Prüfungssystems wurde über mehrere Semester und Studiengruppen hinweg durch eine fragebogenbasierte Evaluierung begleitet. Im Vortrag werden die (didaktischen) Rahmenbedingungen der Veranstaltung, das Prüfungssetup sowie die Ergebnisse der Studie vorgestellt.