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Kompetenzorientierung in den Ingenieur­wissenschaften

Reflexion: Carolin Müller, Hochschulrektorenkonferenz / nexus
Im Forum Kompetenzorientierung in den Ingenieur­wissenschaften wurden zum einen auf ein Kompetenzmodell zur Planung der Lehrveranstaltung und zum anderen auf kompetenzorientierte Prüfungsformate im Dreiklang des „Constructive Alignments“ eingegangen.

Professorin Dr.-Ing. Susanne Staude von der Fachhochschule Rhein-Main stellte heraus, dass durch das Kompetenzmodell (KomM) Lernziele auf jeder Ebene explizit beschrieben werden und so die Studierenden konkret wissen, was erlernt wird. Dieser Prozess läuft sonst eher implizit und intransparent ab. In der anschließenden Diskussion wurde angemerkt, dass einige Lernziele nicht eindeutig einer Ebene zuzuordnen sind und die Grenzen eher unscharf verlaufen oder Lernziele auch übergreifend sein können. Ebenso fanden die Teilnehmer den Aspekt, die Studierenden selber mit der Formulierung der Lernziele auf den jeweiligen Ebenen zu beauftragen und so mehr Transparenz zu schaffen, sehr interessant und wichtig.

Professorin Dr.-Ing. Jutta Abulawi von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg stellte kompetenzorientierte Prüfungsformate in den Vordergrund ihres Vortrags. Lernergebnisse sollten in Taxonomiestufen (bspw. der von Bloom) formuliert werden, auf deren Basis generische Prüfungsaufträge ausgearbeitet und die Lehrveranstaltungen geplant werden können. Die Teilnehmer diskutierten darüber, ob und welche Kompetenzen, die Studierende in ihrem Studium erwerben, geprüft werden sollten oder müssen. In der Diskussion wurde deutlich, dass es eine wichtige Kompetenz ist, zu wissen, wo das eigene Wissen aufhört.