Das Projekt ist nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert.

Kompetenzorientierte Lehre im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP)

Prof. Dr. Harald Wilde & Lisa Schulz (Hochschule Stralsund)

Abstract: Kompetenzorientierte Lehre ist nie statisch, weil ihre Erkenntnis- und Handlungsobjekte nicht konstant bleiben. Die Erfahrung zeigt: Jede Prüfung sollte grundsätzlich – auch im Interesse nachhaltiger Bildung – reale Situationen simulieren und die Lehre das Rüstzeug dazu liefern.

Das klappt mit oft uniformen Curricula typischer „Basics“ nicht, weil Innovation zu langsam vor sich geht („Inkubationszeit“  min. 15 Jahre in der BWL!). Studierende können Basics selber lesen, so dass im „flipped classroom“ Fragen beantwortet und kleine Fälle trainiert werden. Das in der Industrie seit langem angewandte Prinzip KVP betrifft in der Lehre nicht nur neues Wissen auf der Ebene der Inhalte, sondern auch kontinuierliches Experimentieren mit integriertem Einbeziehen von Schlüsselkompetenzen wie dem Erstellen eigener Arbeitsunterlagen oder dem Vernetzen von Parallelgruppen.

Daraus folgt für die Prüfungsgestaltung u.a.:

  • kein „Lernstoff“, sondern „open books“-Prinzip,
  • nach Möglichkeit zumindest auch Wahlpflicht-Fragen, um ein reales Feedback über Attraktivität und Verstehen bestimmter Inhalte (ohne die Kompetenzen nicht trainiert werden können) zu erhalten!

Diese Freiheit des Lernens führt dazu, dass

  • die Besten für die eigenständige Weiterentwicklung auch in der Forschung „freigelassen“ werden,
  • die Guten erlernte Inhalte auf veränderte Herausforderungen transferieren können,
  • die Mittelmäßigen immer wieder sehr gute Jobs bekommen, weil das Erlernte nachhaltiger verankert ist.

Im Workshop können wir einen realen Curriculum-Entwicklungsprozess auf Vorschlag aus Ihrer Mitte voranbringen.