Das Projekt ist nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert.

Forschungsorientierte Lehre – ein Qualitätsmerkmal? Wie Qualitätsverbesserungen nachweisbar und zum Thema der Studiengangs­entwicklung werden können

Prof. Dr. Ines Langemeyer & Nadja Schlindwein (Karlsruher Institut für Technologie)

Abstract: „Forschendes Lernen“ und „forschungsorientierte Lehre“ gehören heute zu vielen hoch­schulischen Leitbildern oder Profilen (so z. B. am Karlsruher Institut für Technologie mit dem Leitbild „Lehre folgt Forschung“). Sie gelten weithin als Qualitätsmerkmal und sind oft das Ziel von Maßnahmen, um die Qualität der Lehre zu verbessern. Was damit erreicht werden soll, bleibt allerdings unscharf: Es gehe neben Persönlichkeitsentwicklung vor allem um den „Praxisbezug“ des Studiums sowie um die beruflich wichtiger werdenden Qualifikationen für die sogenannte Wissensgesellschaft. Die Betonung eines gesellschaftlichen und individuellen Nutzens ersetzt aber nicht die Klärung und den Nachweis, worin genau die Qualitäts­verbesserung besteht und inwiefern forschungsorientierte Lehre überhaupt Lösungen für Qualitätsprobleme in einer Hochschule oder Universität bereithält. Geht hiermit tatsächlich ein Kompetenzzuwachs bei Studierenden einher? Und: Wie sinnvoll sind Studieneingangsphasen strukturiert, betrachtet man ihre weiteren Effekte hinsichtlich der forschungsbezogenen Kompetenzen? Vorgestellt wird ein neues Evaluationsverfahren, das sowohl als Querschnitt als auch als Panel eingesetzt werden kann, um wichtige Erkenntnisse insbesondere auf der Studieneingangsebene zutage zu fördern. Ferner werden Kombinationen mit anderen empirischen Daten empfohlen, die Hemmnisse der Kompetenzentwicklung diagnostizieren können. Hier werden ebenfalls neue Modelle vorgestellt.