Das Projekt nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert. Mit dem Themenbereich Anrechnung und Anerkennung befasst sich das aktuelle HRK-Projekt MODUS.

Technische Universität Hamburg

Exemplarisches Lernen durch Problemorientierte Lernformate

29. April 2015

Um Studierenden forschungs- und praxisnahes Lernen zu ermöglichen, setzt die TU Hamburg-Harburg (TUHH) auf Projekt- und Problembasiertes Lernen (PBL). PBL-Settings werden jeweils auf die Gegebenheiten der einzelnen Fächer und Veranstaltungen zugeschnitten. Hierfür arbeiten die Lehrenden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zentrums für Lehre und Lernen (ZLL) zusammen.

Bei problembasierten Formaten werden neben klassischen Fallarbeiten Varianten entwickelt und umgesetzt, die beispielsweise Medien (im Sinne von Blended Learning) oder besondere Infrastruktur („Modellfabrik“) einbeziehen. PBL konnte an der TUHH auch in solchen Zusammenhängen erfolgreich umgesetzt werden, die in der Literatur als besondere Herausforderung angesehen werden – hierzu zählen Experimente mit unkonventionellen Fallarten, in denen die Studierenden unter anderem mit einer mathematischen Formel konfrontiert werden.

Vielfältige Konzepte und Maßnahmen
Bei projektbasierten Formaten werden Szenarien entwickelt und angepasst, die sich in Freiheitsgrad und Umfang stark unterscheiden: von klassischen Projektkonzepten, bei denen Studierende ganzheitlich ein Thema vom Konzept bis zur Realisierung bearbeiten, bis hin zu Mini-Projekten, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung von 90 Minuten durchgeführt werden können. Sowohl Problem- als auch Projektbasierte Formate spielen speziell zum Einstieg in das Studium eine große Rolle. Auf PBL beruhen an der TUHH Angebote wie das Interdisziplinäre Bachelor-Projekt, das Teamprojekt Maschinenbau oder die erweiterte Studieneingangsphase mytrack.

Um die Umsetzung der Konzepte zu ermöglichen, wurden auch eine Reihe infrastruktureller Maßnahmen umgesetzt. Hierzu zählen:

  • die Einrichtung des Studiolernraums K1520, der speziell auf Gruppenarbeitsformate ausgerichtet und mit modernsten Medien ausgestattet ist
  • der Aufbau des Standorts „Channel 4“, der durch flexible Ausstattung und transparent gestaltete Arbeitsräume in verschiedenen Größen einen raschen Wechsel zwischen verschiedenen Arbeitsphasen im Plenum und in Gruppen unterstützt
  • die Finanzierung zusätzlicher Tutorien zur Betreuung der PBL-Gruppen sowie die Schulung der Tutorinnen und Tutoren.

Zusätzlich werden über das ZLL Materialien für die Arbeit in Gruppen sowohl im Sinne von Arbeitsanleitungen als auch in Form von Moderationsmaterial bereitgestellt, um die Formate weiter zu unterstützen und für die Lehrenden organisatorische Hindernisse zu beseitigen.