Beratung zur Umsetzung der Kompetenz­orientierung in den Hochschulen

Die kompetenzorientierte Gestaltung von Studiengängen, Modulen, Lehrveranstaltungen und Prüfungen ist eine zentrale Forderung der Europäischen Studienreform und verlangt einen grundlegenden Perspektivwechsel in der Lehre. Die Hochschulen haben zwar die Kompetenz­orientierung in Studium und Lehre formal korrekt umgesetzt (z.B. in Modulhandbüchern und in der Akkreditierung), in der Praxis scheint jedoch Beratungsbedarf bei der curricular-didaktischen und der methodischen Umsetzung auf den verschiedenen Ebenen von Studium und Lehre zu bestehen. Dies gilt sowohl für die strategische Ebene der Hochschulleitungen als auch für die operative Umsetzung auf der dezentralen Ebene der Fachkulturen. Hier setzt das Angebot des Projekts nexus an: Wir bieten den Hochschulen Beratung zur Entwicklung nachhaltiger Kommunikations- und Veränderungsprozesse an.

Beratungsangebot

Beratungsangebot

Das Ziel des Beratungsformats besteht darin, die Hochschulen dabei zu unterstützen, Strategien zur Umsetzung der Kompetenz­orientierung zu entwickeln und zu optimieren. Denn um eine kompetenzorientierte Lehre institutionell zu verankern, ist es nicht mehr ausreichend, bei der Studiengangskonzeption entsprechende Qualifikationsziele festzulegen. Auch das Curriculum und die Lehr-/Lernprozesse sollten auf die jeweils spezifischen Kompetenzentwicklungsziele abgestimmt und ausgerichtet werden. Dies betrifft insbesondere die Form der Lehr-/Lerngestaltung, die Prüfungsformen, die studienbegleitende Unterstützung des Kompetenzerwerbs der Studierenden, die Veränderungen der Lehrhaltungen und -praktiken der Lehrenden sowie die Gestaltung entsprechender Evaluations- und Qualitätssicherungsverfahren. Die Implementierung einer kompetenzorientierten Studiengangsgestaltung sollte auf der Ausrichtung des gesamten Studiums auf Lernergebnisse („Learning Outcomes“) basieren.

Dazu analysieren ausgewiesene Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen im Rahmen einer kollegialen Fallberatung gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule in Workshops bzw. Zukunftswerkstätten die Strukturen, Prozesse und Kommunikation zur Curriculumsentwicklung in der jeweiligen Hochschule und geben Anregungen zu deren Weiterentwicklung. Das Beratungsformat und die Themen werden dabei auf den jeweiligen Bedarf der Hochschule abgestimmt. Das Angebot kann bis April 2020 genutzt werden.

Interessensbekundung

Interessensbekundung

Die bzw. der jeweilige Verantwortliche für Studium und Lehre in der Hochschulleitung sendet bei Interesse bitte möglichst umgehend ihre bzw. seine formlose Interessensbekundung (per E-Mail oder postalisch) an das Projekt nexus, da die mögliche Anzahl von teilnehmenden Hochschulen bis zum Ende der Projektlaufzeit begrenzt ist.

Hierin skizzieren Sie bitte kurz den aktuellen Umsetzungsstand in Ihrer Hochschule, warum Sie an einer Beratung interessiert sind und welche Ziele damit erreicht werden sollen. Darüber hinaus sollten Sie uns auch mitteilen, welche Vertreterinnen und Vertreter Sie am Entwicklungsprozess in Ihrer Hochschule beteiligen wollen.

Bitte nehmen Sie zudem bei der Beschreibung des Umsetzungsstands besonders Bezug auf die folgenden Aspekte:

  1. Lehrprofile für die Hochschule und die Studiengänge
  2. Curriculumsentwicklung/Studiengangsgestaltung, Bestimmung von Kompetenzprofilen im Studiengangskonzept, Validierung
  3. Kompetenzorientierte Lehr-/Lerngestaltung
  4. Kompetenzorientiertes Prüfen
  5. Studienbegleitende Maßnahmen zur Förderung des Kompetenzerwerbs
  6. Qualitätsmanagement von Lehre (Evaluation)
  7. Förderung von Lehrenden im Hinblick auf kompetenzorientierte Lehre
  8. Formate zum innerhochschulischen Austausch über die o.g. Punkte

Literatur:


Ablauf und Kosten

Ablauf und Kosten

Interessierte Hochschulen reichen eine Interessenbekundung auf Grundlage der o.g. Aspekte ein. Anschließend findet ein Vorgespräch vor Ort statt, das die eigentliche ein- bis zweitägige Beratung vorbereitet. Die Beratung wird von zwei bis drei Expertinnen und Experten aus den Runden Tischen des Projekts nexus und zwei nexus-Referentinnen
bzw. Referenten sowie bei Bedarf weiteren Externen durchgeführt.

Die Hochschulen erstatten Reise- und Unterkunftskosten des Beratungsteams und übernehmen die Organisation in der Hochschule inklusive weiterer anfallender Kosten.

Das Projekt behält sich eine Auswahl der zu beratenden Hochschulen vor.

Zielgruppen

Zielgruppen

  1. Lehrende (Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter)
  2. Funktionsträger (Vizepräsidentinnen und -präsidenten, Prorektorinnen und -rektoren, Dekaninnen und Dekane, Studiendekaninnen und -dekane) einer Hochschule
  3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Hochschuldidaktik, Qualitätssicherung und -entwicklung, strategischer Entwicklungsplanung, Career Centern, QPL-Projekten etc.