Technische Hochschule Ingolstadt

Umgedreht lernen und lehren

16. Januar 2014

Ingenieurstudierende erleben die Grundlagenveranstaltungen der ersten Semester oft als trocken; viele haben Schwierigkeiten mit abstrakten Problemstellungen und Modellen.  Die Hochschule Ingolstadt will hier Abhilfe schaffen:  Im Rahmen des Projekts „ icm@i2cm“  (I2CM steht für Ingenieurinformatik und computergestützte Mathematik) hat sie für die Fächer  Ingenieurmathematik und Ingenieurinformatik Vorlesungen nach dem Prinzip des ‚Inverted Class Room Model‘ erstellt. Bei dieser Form des Blended Learning werden die reinen wissensvermittelnden Anteile der Vorlesungen vorab per Videostream oder Pencast bereitgestellt. Während der Präsenzzeit kann dann verstärkt an Praxisbeispielen geübt werden. So erarbeiten Studierende und Dozierende im Rahmen von Seminaren gemeinsam Lösungen für Aufgabenstellungen aus der Praxis und diskutieren anschließend im Plenum die Vor- und Nachteile verschiedener Lösungsansätze. 

Um künftige weitere Seminare auf dieses Modell umstellen zu können, wurde der Prototyp eines Learning-Content-Providers mit Redaktionssystem zur Erstellung der Inhalte implementiert. Gerade im Bereich der berufsbegleitenden Bildung erwartet die Hochschule  vom Einsatz des „Inverted Classroom Models“ zusätzliche positive Effekte, da die Lehreinheiten flexibel abrufbar sind und die in diesen Studiengängen oft knappe Präsenzzeit optimal genutzt wird.

Weitere Informationen: 

www.i2cm.haw-ingolstadt.de/projekte/icm/