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Technische Universität Berlin

tu MINTgrün: das interdisziplinäre Orientierungsstudium

5. Februar 2013

Mit dem Wintersemester 2012/13 startete das zulassungsfreie Orientierungsstudium MINTgrün an der TU Berlin, das im Rahmen des „Qualitätpaktes Lehre von Bund und Ländern“ gefördert wird. Abiturientinnen und Abiturienten können in dem zweisemestrigen Studium den Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) erproben, ohne sich schon für ein konkretes Fach entscheiden zu müssen.

„Viele junge Menschen wissen, dass sie etwas in Natur- oder Technikwissenschaften studieren wollen, haben aber keine genaue Vorstellung von dem, was sie in den jeweiligen Fächern erwartet“, so der Projektverantwortliche Prof. Dr. Christian Thomsen, Dekan der Fakultät II – Mathematik und Naturwissenschaften. Im Orientierungsstudium MINTgrün können sich die Studierenden im geschützten Rahmen ausprobieren und austauschen, um das für sie geeignete Studienfach aufzuspüren. Sie nehmen an regulären Lehrveranstaltungen der verschiedenen MINT-Fächer teil, legen Prüfungen ab und arbeiten in Projektlaboren. Darüber hinaus werden sie in einem speziellen Orientierungsmodul unterstützt, ihre Erfahrungen zu reflektieren. Sie sind ganz normale Studierende inklusive BAföG-Berechtigung und Semesterticket.

„Universitäre Studiengänge können am Anfang mit den theoretischen Einführungsveranstaltungen abschreckend wirken", sagt Christian Schröder, Leiter des Projekts und Vorsitzender der Kommission für Lehre und Studium an der TU Berlin, "da setzen wir an und helfen, die Perspektive und unterschiedlichen Facetten eines Faches aufzuzeigen.“ Ziel ist es, die MINTgrün-Studierenden in einen der MINT-Studiengänge an der TU Berlin zu überführen, auch wenn es keine Garantie auf einen Platz im ausgewählten Studienfach gibt. Schröder betont die gesellschaftliche Relevanz des neuen Orientierungsstudiums: „Wir haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag und möchten möglichst viele Menschen für den MINT-Bereich gewinnen, vor allem auch Frauen, die sich – oft trotz hervorragender Leistungen – selten für diesen Bereich entscheiden.“