Das Projekt ist nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert.

Fachhochschule Münster

Toolbox Digitale Transformation: Ein ILIAS-Wiki für Lehre und Weiterbildung

3. September 2019

Die Absolventinnen und Absolventen einer Hochschule werden in ihrer Berufstätigkeit mit digitalen Produkten und Services konfrontiert: Unternehmen und Institutionen erwarten, dass sie mit modernen Methoden und Instrumenten der Digitalen Transformation sicher umgehen können.

Das Münster Centrum für Interdisziplinarität der FH Münster benennt vor diesem Hintergrund drei zentrale Herausforderungen für die Lehre, in der entsprechende Werkzeuge bzw. die Anleitung zu deren Anwendung vermittelt werden sollen:

  1. Es existiert kein etablierter Modellrahmen, in den die digitalen Werkzeuge sicher und abgrenzbar voneinander eingeordnet werden können.
  2. In einer bisher unbekannten Geschwindigkeit werden immer neue Werkzeuge entwickelt und zur Anwendung in der Praxis zur Verfügung gestellt. Es gibt kein Lehrbuch, welches dauerhaft den Gegenstandsbereich aktuell abbildet, damit ist auch nicht zu rechnen.
  3. Jedes digitale Werkzeug erfordert von den Lehrenden ein tiefes technisches Verständnis sowie breite Kenntnisse über den betrieblichen Einsatz in der Praxis. Eine besondere Herausforderung ist es, das erforderliche Wissen dauerhaft auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Eine Wissensbasis, die von den jeweiligen Methodenexperten mit qualifizierten Erläuterungen zu den Werkzeugen gefüllt und kontinuierlich aktualisiert wird, stellt die „Toolbox Digitale Transformation“ dar, die an der FH Münster in interdisziplinärer Zusammenarbeit aufgebaut wurde. Es handelt sich um eine dynamische Wissens- und Lehrsammlung, bei der der Lehrtext mit online bereitgestellten Erklärfilmen, Lösungsvideos zu Übungen und anderen medialen Inhalten verknüpft wird.

Die technologische Plattform ist ein Wiki in der interaktiven Lernumgebung ILIAS. Der Einsatz in der Lehre unterstützt die Studierenden wie folgt:

 

  • Zur Vorbereitung von Präsenzveranstaltungen können sich Studierende die relevanten Inhalte aus der „Toolbox“ heraussuchen und aneignen.
  • Fallstudien werden den Lernenden so zur Verfügung gestellt, dass diese sich unmittelbar ein reales Bild von deren Anwendung machen können; das Lernen wird zum praxisbezogenen Erlebnis.
  • Die Präsenzveranstaltungen orientieren sich an der „Toolbox“. Das erlaubt Lehrenden ebenso wie Studierenden, ein Thema schnell zu vermitteln bzw. zu erfassen und in der Tiefe zu diskutieren.
  • In ausgewählten Modulen sind die Teilnehmer aufgefordert, einen realen Fall zu bearbeiten. Die Studierenden wählen diejenigen Instrumente aus der „Toolbox“ aus, die zum eigenen Projekt passen. Damit wird das zu entwickelnde Erfahrungswissen untermauert und gefördert.

Mit der „Toolbox“ ist die Voraussetzung geschaffen, moderne didaktische Formate in der Erwachsenenbildung einzusetzen. Allen voran bietet sich hier die Konzeption nach dem Prinzip des „Inverted Classoom“ an. Die Teilnehmer eignen sich das relevante Wissen eigenverantwortlich und räumlich entkoppelt vom Hörsaal an, um es in geleiteten Diskussionen oder moderierten Übungen mit Unterstützung des Dozenten anzuwenden.

Die Wissensbasis richtet sich an Studierende aller Fachbereiche, sowohl in Bachelor- als auch in Masterstudiengängen. Die Experten aus diesen Fachbereichen sind eingeladen, selbst Inhalte zu der „Toolbox“ hinzuzufügen.

Netzwerkpartner innerhalb der Hochschule:

  • Münster Centrum für Interdisziplinarität (MCI)
  • Münster School of Business (MSB)

Ansprechpartner:

Ralf Ziegenbein, E-Mail: ziegenbeinfh-muenster.de, FH Münster