Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Modul Praktikum Plus: Kompetenztraining und Berufsfeldorientierung

12. Oktober 2016

Bachelorstudierende aller Studienrichtungen haben an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg die Möglichkeit, sich ein selbstorganisiertes, freiwilliges Praktikum von mindestens vier Wochen im In- oder Ausland als Studienleistung für den obligatorischen Bereich „Berufsfeldorientierte Kompetenzen“ (BOK) anrechnen zu lassen. Studierende, die am Praktikumsmodul erfolgreich teilgenommen haben, erwerben 6 ECTS-Punkte für ein vierwöchiges bzw. acht ECTS-Punkte für ein sechswöchiges Praktikum in Vollzeit.

Das Modul wird im Blended-Learning Format angeboten und startet mit einer verpflichtenden Online-Phase, bevor das jeweilige Praktikum beginnt. Der verpflichtende Reflexionsworkshop findet nach dem Praktikum als Präsenztermin statt. Alternativ können die Reflexionsaufgaben online bearbeitet werden.

Die Studierenden erhalten direkte Einblicke in Berufsfelder, erproben ihre Fähigkeiten und reflektieren unter Anleitung ihre Kompetenzen und beruflichen Ziele. Sie sind in der Lage zu erkennen, welche Kriterien eines Arbeitsplatzes zu ihrer individuellen Arbeitszufriedenheit beitragen. Sie können ihre Stärken und Schwächen auf Basis eines Kompetenzprofils besser einschätzen sowie Ziele für Studium und Beruf formulieren. Durch die Vor- und Nachbereitung können die im Praktikum liegenden Lernmöglichkeiten bewusst gemacht und ausgeschöpft werden.

Reflexion findet vor, während und nach dem Praktikum statt
Vor dem Praktikum erhalten die Studierenden Zugang zu einem Online-Bereich der universitätsweiten Lernplattform. Leitfragen führen sie dort durch Themen der Arbeitszufriedenheit, Lernstile, Kompetenzen, Ziele des Praktikums, etc. Während des Praktikums wird ein Lerntagebuch geführt und in einer Zwischenreflektion die Arbeitssituation beurteilt. Nach dem Praktikum reflektieren die Studierenden entweder in einem Reflexionsworkshop oder online die gleichen Themen aus der Vorbereitung und Begleitung – dann in der Rückschau. Im Workshop tauschen sie darüber hinaus mit anderen Studierenden ihre Erfahrungen aus, formulieren konkrete eigene Entwicklungsschritte und Ziele für ihre berufliche Entwicklung.

Über 600 Bachelorstudierende haben in den letzten Jahren an dem Modul teilgenommen. Es bietet vor allem Studierenden, die in ihrem Hauptfach kein Pflichtpraktikum haben, eine willkommene Möglichkeit, Praxiseinblicke zu erhalten. Es wird regelmäßig mittels Fragebögen evaluiert. Dabei werden neben der Möglichkeit der Anrechenbarkeit besonders positiv hervorgehoben: das Erstellen eines Kompetenzprofils, die arbeitsmarktrelevanten Inhalte, der Erfahrungsaustausch mit Studierenden aus verschiedensten Disziplinen sowie der Reflexionsworkshop insgesamt.

Lessons Learned
Bachelorstudierende benötigen für die Reflexion zu den genannten Themen und die Bewertung ihrer Praktikumssituation präzise Anleitung. Die verantwortlichen Dozierenden optimieren laufend die Arbeitsanweisungen bzw. die Leitfragen. Durch den Workshop am Ende des Moduls kann Feedback direkt in das Konzept einfließen. Das Praktikum wird mit seinen Lernmöglichkeiten sehr bewusst wahrgenommen und erfährt eine große Wertschätzung seitens der Studierenden. Das Konzept ist fortlaufen im Programm des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (ZfS) eingebunden. Die Umsetzung und Begleitung der Studierenden erfolgt durch die Fachbereichsleitungen des ZfS.

Weitere Informationen:  
http://www.zfs.uni-freiburg.de/praktikumsmodul