Das Projekt ist nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert.

Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg - University of Applied Sciences
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Technische Hochschule Rosenheim
Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf
Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Hochschuldidaktik für MINT-Fächer

11. Juli 2012

Die Attraktivität der MINT-Studiengänge erhöhen und die Abbrecherquoten in diesen Studiengängen senken – das nehmen sich mit ihrem Verbundantrag die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden, Augsburg, München, Nürnberg, Rosenheim und Weihenstephan-Triesdorf sowie das DiZ und das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) vor.

Gemeinsam führen sie das Projekt HD MINT – Hochschuldidaktik für die MINT-Fächer durch. Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung des Lernens und der Studierbarkeit in den naturwissenschaftlichen und Ingenieurstudiengängen. 

Teams beraten Lehrende
Dazu werden an den sechs am Projekt beteiligten Hochschulen interdisziplinäre Teams aus FachwissenschaftlerInnen und HochschuldidaktikerInnen eingerichtet. Diese unterstützen die Lehrenden in den MINT-Fächern dabei, ihre Lehrveranstaltungen unter didaktischen Gesichtspunkten zu optimieren. Stichworte sind hierbei lernerzentrierte Unterrichtsformen wie Peer Instruction, Problem Based Learning oder forschendes Lernen.
 
Die pädagogischen Mitglieder im Team sind unter anderem für die Qualifizierung von Tutoren zuständig. So können wesentlich mehr Übungen in kleinen Gruppen stattfinden. Dabei werden auch im Projekt entwickelte Lernmaterialien eingesetzt. Kontinuierliches Coaching der beteiligten Lehrenden führt zur Optimierung der Lernangebote.

Frust beim Studienanfang vermeiden

Ein Schwerpunkt liegt auf den Lehrveranstaltungen, die die Studierenden zu Beginn ihres Studiums besuchen. Durch Lernumgebungen, bei denen unterschiedliche Wissensstände erlaubt sind, werden anfängliche Schwierigkeiten und die damit verbundenen Frustrationserlebnisse bei den Studierenden behoben. Damit erreichen diese schnell ein einheitliches Niveau von Grundlagenwissen. Spezielle Arbeitsunterlagen für die Studierenden machen in den Anfangssemestern Verständnisschwierigkeiten sichtbar, in Übungsgruppen kann daran weiter gearbeitet werden. 

Die Teammitglieder können Studierende passend beraten und ihnen helfen, sich Lerntechniken anzueignen. All dies führt dazu, dass die Studierenden Erfolgserlebnisse haben. Die Lernmotivation steigt, ebenso die allgemeine Zufriedenheit der Studierenden – dies hat Auswirkungen auf den weiteren Studienerfolg.

Darüberhinaus werden die Abläufe zu Studienbeginn untersucht, um sie besser an die Bedürfnisse der Studierenden anzupassen. Dadurch sollen vor allem die Abbrecherquoten in diesen Studiengängen vermindert und deren Attraktivität erhöht werden. 
 
Förderung durch Qualitätspakt Lehre
Das Projekt wird mit 1,5 Millionen Euro aus dem Qualitätspakt Lehre des BMBF gefördert und unter Federführung der Hochschule Rosenheim umgesetzt. Die  wissenschaftliche Begleitung und Betreuung erfolgt durch das DiZ – Zentrum für Hochschuldidaktik, einer gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Weitere Informationen zum Projekt und den beteiligten Hochschulen gibt es auf der Projekt-Website.

(Quelle: PM)