Das Projekt nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert. Mit dem Themenbereich Anrechnung und Anerkennung befasst sich das aktuelle HRK-Projekt MODUS und für Studierende die Infoseite AN!.

FH Münster University of Applied Sciences

Entwicklung eines interdisziplinären Moduls zum digitalen Planen und Bauen

7. November 2019

Die Baubranche ist gezwungen, sich der Digitalisierung, speziell der Methode Building Information Modeling (BIM), zu stellen. Das beginnt mit einem digitalen Gebäudemodell und erfordert disziplinübergreifendes Denken, Kommunizieren und Handeln in heterogenen Teams. Auf diese Arbeitsweise müssen die Hochschulen vorbereiten und Module entwickeln, die von bisher getrennten Studiengängen und Fachbereichen gemeinsam konzipiert und umgesetzt werden.

Ziel ist die Kompetenzentwicklung für digitales Planen und Bauen - in interdisziplinären Lehr- und Lernteams und in Kooperation der Fachbereiche Architektur (Arch), Bauingenieurwesen (Bau) und Energie · Gebäude · Umwelt (EGU).
Das interdisziplinäre Modul wurde im Wintersemester 2018/19 erfolgreich durchgeführt. Die teilnehmenden Studierenden und die verantwortlich Lehrenden Prof. Blum (FB Arch), Prof. Strotmann (FB Bau) und Prof. Bäcker (FB EGU) erlangten viele neue Erkenntnisse über die Herausforderungen und Chancen der gemeinsamen digitalen Projektbearbeitung. Diese wurden im Rahmen der Evaluation konkretisiert:

  • Die Anwendung von BIM in der Lernumgebung fördert bei den Studierenden Teamfähigkeit und Kommunikation.
  • Die Studierenden und Lehrenden müssen sich in andere Planungsdisziplinen hineinversetzten und lernen, bei der Betrachtung eines Bauprojektes verschiedene Perspektivwechsel einzunehmen.
  • 3 unterschiedliche Lehrpläne und 3 verschiedene Standorte der Fachbereiche erfordern definierte Zeitfenster für die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
  • Die adressatengerechte Fachbereichsspezifische Kommunikation ist für den Erfolg des Moduls entscheidend.
  • Der Umgang mit den digitalen Werkzeugen zur Zusammenarbeit muss intensiv geschult werden.

Die insgesamt sehr positiven Erfahrungen und Evaluationsergebnisse bestätigen, dass interdisziplinäres Lehren und Lernen mit digitalen Mitteln sehr gut umgesetzt werden kann. Deshalb haben alle 3 beteiligten Fachbereiche das Modul dauerhaft in ihr Curriculum integriert. Bei der Planung des 2. Durchgangs und der Verstetigung wird das Team der Lehrenden weiterhin von den Didaktikern aus dem Wandelwerk (Zentrum für Qualitätsentwicklung der FH Münster) unterstützt.

Links:
https://www.fh-muenster.de/fb5/aktuelles/fh-storys.php?storyId=208
https://www.fh-muenster.de/wandelwerk/hochschuldidaktik/wandelfonds/fbue-1-2017.php

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Henriette Strotmann, E-Mail: hstrotmannfh-muenster.de