Universität Duisburg-Essen

"Connect" verbindet

22. Juli 2013

Wenn Schülerinnen und Schüler, Studierende und Dozierende eine Woche lang gemeinsam Zukunftsvisionen für ihre Stadt im Jahr 2030 entwickeln, dann verbindet dies. „Connect“ heißt daher auch passend ein transdisziplinäres Workshopangebot der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Idee von Connect: angehenden Abiturientinnen und Abiturienten und Studierenden in der ersten Studienphase über einen erfahrungsorientierten und transdisziplinären Lernansatz den Übergang von der Schule auf die Universität zu erleichtern.

Gemeinsam und im Rahmen flacher Hierarchien wird an einer Fragestellung mit regionalem Bezug gearbeitet. So wird ein erster Zugang zu wissenschaftlichem Denken, Methoden des forschenden Lernens sowie zur Universität als Organisation ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler profitieren von dem fachlichen Expertenwissen der Lehrenden. Durch das Arbeiten und den Austausch mit Gleichaltrigen (peer-to-peer Modell) wird der Zugang zum wissenschaftlichen Umfeld vereinfacht. Bachelorstudierende festigen ihre kürzlich getroffene Studienentscheidung, erhalten vertiefte inhaltliche und methodische Kenntnisse und erlernen wichtige Kompetenzen in interdisziplinären Arbeitszusammenhängen.Die halbjährlich stattfindenden Workshops werden im Rahmen des Projekts „Bildungsgerechtigkeit im Fokus“ gefördert, für das die UDE insgesamt knapp22 Millionen Euro aus Mitteln des Qualitätspakts Lehre erhält. Hintergrund des Projekts ist, dass die Studierendenschaft der UDE einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund und einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Bildungsaufsteigern aufweist. Bei beiden Gruppen ist die Studieneingangsphase besonders wichtig für einen erfolgreichen Studienverlauf.Vom ersten Connect-Workshop im Jahr 2012 unter dem Motto „Leben in Duisburg-Mitte. Visionen für das Jahr 2030“, an dem 20 Schülerinnen und Schüler sowie17 Studierende teilnahmen, profitierten nicht nur die (angehenden) Studierenden ganz individuell, es entstanden auch beachtenswerte Ansätze für die Stadtentwicklung. So wurden zum Beispiel Ideen wie ein interaktiver Stadtplan oder ein Nutzungskonzept für leerstehende Häuser rund um die Universität erarbeitet, die über eine hochrangig besetzte Jury in die Stadt getragen werden.Hiervon angetrieben wurde zu Jahresbeginn in einem zweiten Workshop das Thema „Klimaschutz in Essen“ erschlossen. Im Sommersemester folgt der dritte Workshop zum Thema „Gesund leben in Zeiten von Burn-out, Megacities und Fast-Food. Wege in eine gesunde Zukunft.

“Weitere Informationen gibt es hier und hier.