Das Projekt nexus ist seit dem 30. April 2020 abgeschlossen. Alle Informationen und Texte entsprechen dem Stand zum Projektende und werden nicht weiter aktualisiert. Mit dem Themenbereich Anrechnung und Anerkennung befasst sich das aktuelle HRK-Projekt MODUS und für Studierende die Infoseite AN!.

Europa-Universität Flensburg

Campusengel für Erstis

6. Juli 2018

Wer an der Europa-Universität Flensburg ein Studium beginnt, wird durch Campusengel willkommen geheißen: Ziel des Einsatzes der Campusengel, die von Mitte August bis Anfang November die neuen Studierenden betreuen, ist es, die Erstorientierung an der Universität zu erleichtern und auf diese Weise auch universitäre Serviceeinrichtungen zu entlasten. So geben die Campusengel unter anderem Auskunft zur Immatrikulation und zum Campus, zu Veranstaltungsräumen, Einstufungstests, Sprachkursen, Wohnraum, Krankenversicherung, Kinderbetreuung und Freizeitangeboten.

Die Campusengel, ein Team von neun deutschen und internationalen Studierenden, sprechen alle fließend Englisch und andere Fremdsprachen, um speziell auch ausländischen Studierenden den Einstieg an der Universität zu erleichtern. Sie sind teils studentische Hilfskräfte, teils im Rahmen eines Praktikums ehrenamtlich beteiligt. Alle Campusengel bekommen im Vorfeld eine umfangreiche Ausbildung und ein interkulturelles Training. Der Kontakt zu den Campusengeln wird in den Zulassungsbescheinigungen bereits hegestellt, sodass diese als erste Anlaufstelle in Anspruch genommen werden. Für Erstsemesterstudierende (insbesondere für Internationale) sind die Campusengel eine Möglichkeit, sich in die Studierendenschaft zu integrieren. Kulturelle Veranstaltungen, Feste usw. ermöglichen es, schnell Anschluss an die Flensburger Studierenden zu finden.

Positive Effekte: Viele Fragen können direkt geklärt werden
Erstsemesterstudierende richten ihre Fragen zunächst an die Campusengel, hier können die meisten Fragen bereits geklärt werden. Es hat sich dadurch für die Servicestellen (Studierendensekretariat, Fremdsprachenzentrum, Programmkoordinatoren und weitere Stellen) eine bemerkbar geringere Fragenflut gezeigt. Sehr wertvolle Arbeit leisteten die Campusengel vor allem für die internationalen Studierenden in Fragen der Wohnraumsuche und bei der Begleitung bei Behördengängen. Das Projekt Campusengel wird bei Studienanfängerinnen und -anfängern, deren Angehörigen und den universitären Serviceeinrichtungen durchweg positiv aufgenommen und leistet darüber hinaus einen großen Beitrag zur Integration internationaler Studierender. Eine gute Orientierung zu Beginn des Studiums gibt den Studierenden die Möglichkeit, sich von Anfang an auf das Studium und deren Inhalte zu konzentrieren. Studierende bewerten die Arbeit als Campusengel als eine wertvolle Aufgabe, die sie später in ihrer Bewerbung hervorheben.

Mit der Erfahrung der Arbeit der Campusengel und der Dokumentation der Fälle (Daily Report) ist in den letzten Jahren ein Netzwerk aller involvierten universitären und städtischen Einheiten zur Begleitung von Internationals entstanden: Moin Campus Netzwerk.

Lessons Learned: Herausforderung Dokumentation
Im Jahr 2012 haben die Campusengel gestartet. Seitdem sind die Campusengel für zwölf Wochen an einem zentralen Ort, dem Infopoint, auf dem Campus anzutreffen und können dort aufgrund ihrer einheitlichen Campusengel-Kleidung sofort erkannt werden. Im Laufe der ersten Jahre wurde das Equipment der Campusengel aufgebaut. PCs und Drucker wurden für die Beratung notwendig und nach und nach angeschafft. Mit steigender Anzahl an Campusengeln (4 im Jahr 2012; 9 + Freiwillige im Jahr 2018) wurde auch die Anzahl der Präsenzstunden am Infopoint ausgebaut. Die größte Herausforderung ist die Dokumentation der laufenden Fälle. Der ständige Schichtwechsel erfordert einen ständigen Austausch der Campusengel untereinander (mit geschlossenen Facebook und WhatsApp-Gruppen). Jedes Semester wird mit einer Evaluation abgeschlossen. Weitere Verbesserungen werden aufgrund der Rückmeldungen umgesetzt.

Die Maßnahme wird durch das Präsidium finanziert (700 Stunden im Herbstsemester und die restlichen Stunden werden als freiwillige Arbeit durch die Campusengel abgeleistet). Aufgrund des Erfolgs wird die Maßnahme aus zentralen Mitteln finanziert und soll fortlaufend weitergeführt werden.

Weitere Infos:

https://www.uni-flensburg.de/portal-internationales/moin-campus-network/phase-1-welcome-support/vor-der-ankunft/vorbereitung/