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Projekt nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern der Hochschulrektorenkonferenz

nexus Newsletter 1/2019 - Mobilität

Editorial

→  Die Begegnung mit dem Neuen wagen

Interview

→  „Durch einen Auslandsaufenthalt nimmt interkulturelle Empathie maßgeblich zu“

Kommentar

→  Mobilität in Zeiten des aufkommenden Nationalismus in Europa

Aktuelles

→  Neufassung des Diploma Supplements
→  HRK-Befragung zur Integration von Studieninteressierten und Studierenden mit Fluchthintergrund
→  HIS-Empfehlungen zur Nachfolge des Qualitätspaktes Lehre – neuer Blogbeitrag
→  Neue Ausgabe der nexus Impulse für die Praxis: Mit Hochschulsport mehr bewegen

Good Practice

→  Universität zu Köln: Studienstart International

Werkstatt

→  Mobilität im Lehramtsstudium

Rückschau

→  nexus-Tagungen in Berlin, Darmstadt und Leipzig zu Anerkennung und studentischer Mobilität
→  nexus-Tagung in Hamburg zum Constructive Alignment

Termine

→  nexus-Tagungen
→  Veranstaltungen rund um Studium und Lehre
→  Kontakt

Editorial


Tilman Dörr, Leiter des Projekts nexus Foto: nexus

Die Begegnung mit dem Neuen wagen

Reisen bildet – das wissen wir. Dass Auslandsaufenthalte von Studierenden auch maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen, zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Dennoch scheut sich ein Teil der Studierenden immer noch davor, den Schritt ins Ausland zu wagen. Mögliche Gründe und Folgen benennt Martina Steinmann, Expertin für EU-Hochschulzusammenarbeit beim DAAD, im Interview.

Auf Anregung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron entsteht ein Netzwerk europäischer Universitäten. Gleichzeitig erleben wir – neben dem bevorstehenden Brexit – einen aufkommenden Nationalismus in zahlreichen europäischen Ländern. Auch HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt hat vergangene Woche im Interview mit der Frankfurter Rundschau vor wissenschaftsfeindlichen Tendenzen in einigen Ländern gewarnt und für ein Studium ohne Grenzen in Europa geworben.

Warum gerade jetzt Mobilität von Studierenden von großer Bedeutung ist, und welche Vorteile sich bieten, wenn Hochschulen gute Rahmenbedingungen schaffen, die Studierende motivieren und unterstützen, den eigenen Blick in anderen Ländern zu weiten, das kommentieren Prof. Dr. Thomas Hoffmeister und Prof. Dr. Eva-Maria Feichtner von der Universität Bremen.

Projekte, die Hochschulangehörige und Studierende bei der Planung und Umsetzung von Auslandsaufenthalten unterstützen, gibt es viele – je nach Bedarf der Hochschulen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Wir stellen Ihnen dieses Mal eines zum Thema Integration in der Studieneingangsphase aus der Universität zu Köln vor.

Auch in diesem Newsletter erhalten Sie wieder Einblicke in bisherige nexus-Tagungen – und Tipps für kommende Termine. Ich wünsche Ihnen für alle internationalen Projekte und (Dienst-)Reisen einen inspirierenden Austausch und eine anregende Lektüre!

Tilman Dörr, Leiter des Projekts nexus

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Interview


Foto: Jan von Allwörden/DAAD

„Durch einen Auslandsaufenthalt nimmt interkulturelle Empathie maßgeblich zu“

Wie wirkt sich Mobilität auf interkulturelle Kompetenz und Werteorientierung aus? Hierzu hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) jüngst eine Studie zu Erasmus+ veröffentlicht. Sie besteht aus zwei Teilstudien: Für die erste wurden Studierende befragt, bei der zweiten stehen Partnerschaften und Kooperationen der Hochschulen im Fokus. Über die Ergebnisse sprach nexus mit Marina Steinmann, Expertin für EU-Hochschulzusammenarbeit beim DAAD.

Untersucht wurde, welchen Effekt Auslandsaufenthalte auf die Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden haben. Was ist neu an der Studie – etwa im Vergleich zur Erasmus Impact Study der Europäischen Kommission von 2014?
Neu ist, dass wir mit der Teilstudie 1 besser und differenzierter belegen können, dass ein Auslandsaufenthalt in verschiedener Hinsicht zur Persönlichkeitsbildung beiträgt. Neu ist auch das Forschungsdesign der psychologischen Längsschnittstudie. In einigen früheren Erhebungen ist man davon ausgegangen, dass mobile Studierende von vornherein andere Persönlichkeitsmerkmale aufweisen als diejenigen, die kein Interesse an einem Auslandsaufenthalt haben. Die Studie belegt, dass die Reise entscheidend ist: Neben mobilen Studierenden und einer Kontrollgruppe wurden auch Studierende befragt, die einen Aufenthalt konkret planen. Bei den Studierenden, die im Ausland waren, können wir wesentliche Veränderungen belegen. Durch den Aufenthalt – und nicht nur durch das Interesse daran – nehmen etwa multikulturelle Selbstwirksamkeit und interkulturelle Empathie maßgeblich zu, während Fremdenangst abgebaut wird.

Studierende der Medizin und des Lehramts sind weitaus weniger mobil als andere Studierende. Gerade sie werden in ihrem späteren Berufsalltag häufig im direkten Kontakt mit Menschen stehen. Was bedeutet dies mit Blick auf eine zunehmend vielfältige Gesellschaft?
Die Mediziner würde ich an dieser Stelle ausklammern, sie gehen zu einem anderen Zeitpunkt ins Ausland, etwa als Arzt im Praktikum. Bei den Lehramtsstudierenden hat dies sicher mit Organisation und Struktur des Studiums zu tun. Der DAAD legt aktuell eine Reihe an Programmen auf, die sich speziell an Lehramtsstudiengänge richten. Denn natürlich ist es für die Gesellschaft essentiell, dass Lehrerinnen und Lehrer in diesem Punkt gut aufgestellt sind. Sie sollten als Studierende idealerweise selbst ins Ausland gehen, um später als Lehrende sowohl junge Menschen für Auslandsaufenthalte zu motivieren als auch, um mit der interkulturellen Vielfalt an Schulen souverän umgehen zu können.

Was bedeuten die Erkenntnisse aus der Studie für Ihre Zusammenarbeit mit den Hochschulen?
Das wird uns in den kommenden Monaten und Jahren noch gemeinsam beschäftigen – etwa die Frage, ob es eine strukturierte Vor- und Nachbereitung der Auslandsaufenthalte gibt, ob die Hochschulen ein Interesse daran haben, die Wirkungen von Auslandsaufenthalten selbst zu messen, zu fördern, zu verstärken – und ob man Ergebnisse für die Studierenden nutzbar macht. Das sind Aspekte, die in der zweiten Teilstudie beleuchtet wurden.

Ein Großteil der Befragten wünscht sich von Hochschulleitungen, Lehrenden und Studierenden mehr Motivation für das Thema Auslandsaufenthalte.
Diese Frage ist nicht allein durch Hochschulen zu lösen. Wenn junge Menschen von der Schule an die Hochschulen kommen, sind sie mit vielen Anforderungen konfrontiert, da steht ein Auslandsaufenthalt nicht gerade an erster Stelle. Damit die Entscheidung hierfür positiv ausfällt, sollte man früher ansetzen. Das führt uns wieder zum Thema Lehrerbildung: Was können wir schon viel früher, etwa in der Schule, mit auf den Weg geben?

Lesen Sie das ausführliche Interview im nexus-Blog

Weitere Infos zur Studie auf der DAAD-Webseite

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Kommentar


Prof. Dr. Eva-Maria Feichtner und Prof. Dr. Thomas Hoffmeister. Foto: Universität Bremen

Mobilität in Zeiten des aufkommenden Nationalismus in Europa

Der Konrektor für Lehre und Studium der Universität Bremen, Prof. Dr. Thomas Hoffmeister, und die Konrektorin für Internationalität und Diversität der Universität Bremen, Prof. Dr. Eva-Maria Feichtner, zur Bedeutung studentischer Mobilität in Zeiten des aufkommenden Nationalismus in Europa. 

In seiner viel beachteten Rede an der Sorbonne hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron die Vision Europas beschworen und vor den „Ideen des Nationalismus, Protektionismus und Souveränismus“ durch Abschottung gewarnt. Als wichtigste Faktoren europäischen Zusammenhalts hat er die Kultur und das Wissen benannt und daraus folgend die Etablierung von Netzwerken europäischer Hochschulen gefordert. Diese sollen Studienverläufe schaffen, in denen Studierende in mindestens zwei Sprachen und Ländern lernen und leben.

Warum sollten gerade die Hochschulen eine so bedeutende Rolle bei der Abwehr des Nationalistischen spielen, warum sollten sie in besonderer Weise geeignet sein, den europäischen Gedanken zu entwickeln und zu verbreiten?

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Da ist zum einen der wissenschaftliche Ansatz, der Wahrheit und folglich der Aufklärung verpflichtet, und damit notwendigerweise ein Gegenpol zum vereinfachenden Populismus und seinen Ressentiments. Da ist zum anderen die Tatsache, dass Wissenschaft nicht lokal oder regional, sondern oft global ist, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in weltweite Forschungsnetzwerke eingebunden sind, und Diversität und kulturelle Vielfalt als gewinnbringend für den Erkenntnisfortschritt angesehen werden.

Hier entsteht der gesellschaftliche Auftrag der Hochschulen: als Bewahrer von Wissen und Generator von Neuem, im Transfer in die und in der Kooperation mit der Gesellschaft, aber auch als eine, wie wir meinen, noch ausbaufähige Stimme in die Gesellschaft. Geist und Haltung, die Studierende an ihren Hochschulen erfahren, prägen nicht nur sie selbst; Studierende prägen und beeinflussen mit ihrer Haltung ihrerseits die Gesellschaft und das Bild der Städte und Regionen, in denen sie leben.

Wozu jedoch bedarf es einer deutlichen Steigerung der Mobilität der Studierenden, die Internationalisierung doch häufig schon durch die Begegnung mit ausländischen Studierenden und Lehrenden an ihren Heimathochschulen erfahren? Es ist der grundlegende Perspektivwechsel, der nur beim Eintauchen in das Leben im Ausland gelingt: die Fremdheitserfahrung im Alltag wird Motor der eigenen Persönlichkeitsentwicklung.

Durch das Eintauchen in der Fremde wird die Identifikation mit dem Anderen befördert, nicht nur Trennendes, sondern auch Verbindendes entdeckt. Das Erlebte kann das Verständnis für Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund befördern und eine Außensicht auf die eigene Heimat ermöglichen. Die interkulturelle Erfahrung und die Begegnung mit dem Neuen im geschützten Kontext des Studierens erlauben und befördern die europäische Identifikation, die Macron in seiner Rede ansprach als er sagte, ein Europäer sei immer ein bisschen mehr als ein Franzose, ein Grieche, ein Deutscher.

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Aktuelles


Foto: Pixabay

Neufassung des Diploma Supplements

Hochschulrektorenkonferenz und Kultusministerkonferenz haben eine Neufassung des Diploma Supplements verabschiedet, die jetzt in deutscher Sprache vorliegt. Der wesentliche inhaltliche Punkt ist die Änderung in Punkt 4.2 von der wenig aussagekräftigen Überschrift „Programme Requirements“ zu „Learning Outcomes“. Dies soll dazu beitragen, dass die mit dem Studium verbundenen Lernergebnisse künftig aussagekräftiger dargestellt werden. (mehr)

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HRK-Befragung zur Integration von Studieninteressierten und Studierenden mit Fluchthintergrund

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) führt seit dem Wintersemester 2015/16 Befragungen zur sozialen und akademischen Integration von Studieninteressierten und Studierenden mit Fluchthintergrund an deutschen Hochschulen durch. Diese Abfrage wird nun für das Wintersemester 2018/19 fortgesetzt, um auf dieser Grundlage die aktuelle Entwicklung der Situation einschätzen zu können. Die Teilnahme an dieser Abfrage ist bis einschließlich 22. Februar 2019 möglich.

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Foto: Pixabay

HIS-Empfehlungen zur Nachfolge des Qualitätspaktes Lehre – neuer Blogbeitrag

Mit dem Auslaufen des Qualitätspaktes Lehre (QPL) im Jahr 2020 stehen viele Angebote, Maßnahmen und Funktionsbereiche in den Hochschulen zur Diskussion und zur Disposition. Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung hat auf Grundlage einer empirischen Untersuchung acht Kriterien formuliert für eine nachhaltige Gestaltung der Angebote und Arbeitsstrukturen – gebündelt in der kürzlich erschienenen Publikation „Den Qualitätspakt Lehre nachhaltig nutzen“. Warum und wie die im Rahmen des QPL an vielen Hochschulen etablierte Arbeitsteilung in der Lehre auch nach 2020 fortgeführt werden sollte, erklärt der Autor, HIS-Forscher Dr. Georg Jongmanns, in seinem Beitrag für den nexus-Blog.

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Neue Ausgabe der nexus Impulse für die Praxis: Mit Hochschulsport mehr bewegen

Mit seinem vielfältigen Programm bietet der Hochschulsport rund 2,5 Millionen Studierenden in Deutschland täglich die Möglichkeit, verschiedene Sportarten zu erleben, zu erlernen und zu praktizieren – Aktivitäten, die den Lebensalltag nachhaltig bereichern. Gleichzeitig eröffnet er mit seinen sozialen und personalen Qualifizierungspotenzialen neue Handlungsfelder für die Vermittlung überfachlicher Kompetenzen in den Bachelor- und Masterstudiengängen. 

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Good Practice


Universität zu Köln: Studienstart International

Studierenden aus Nicht-EU-Ländern will die Universität zu Köln von Beginn des Studiums an Orientierungshilfen und Möglichkeiten zur Partizipation sowie zur Integration in ihr Studienumfeld bieten. Das Programm Studienstart International beinhaltet neben studienfachspezifischen Grundlagen- bzw. Fachveranstaltungen auch Veranstaltungen zur Verbesserung der deutschen Sprachkompetenz für den universitären Kontext sowie landeskundliche Veranstaltungen. In regelmäßigen Informations- und Orientierungsveranstaltungen lernen die Studierenden die verschiedenen universitären Einrichtungen sowie universitätsnahen Beratungseinrichtungen kennen. Seminare zur Förderung von Studienkompetenzen und interkultureller Sensibilisierung sind ebenfalls Bestandteile. Erworbene Leistungspunkte werden im Fachstudium anerkannt.

Studienstart International wird für unterschiedliche Zielgruppen angeboten:

  • Studienstart International plus richtet sich an Studierende ohne direkte in Deutschland anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB) und findet im Semester vor Beginn des Fachstudiums statt.
  • Studienstart International integrale durchlaufen während des ersten Fachsemesters vor allem diejenigen Studierenden, die bereits über eine in Deutschland anerkannte HZB verfügen.

Studienstart International wird stetig evaluiert, entsprechend den Ergebnissen verbessert und an andere aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse der Studierenden angepasst.

Nähere Informationen auf der Projektwebseite www.si.uni-koeln.de

Weitere gute Beispiele zum Thema Mobilität finden Sie in der Good Practice-Datenbank von nexus.

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Werkstatt


Foto: nexus

Mobilität im Lehramtsstudium

Frage an nexus: Welche Finanzierungsmöglichkeiten haben Lehramtsstudierende, die ihr Schulpraktikum im Ausland absolvieren möchten? 

Antwort: Anfang Februar 2019 ist das neue Programm Lehramt.International des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) gestartet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Programm für eine Laufzeit von vier Jahren. Ab sofort können sich Studierende und Hochschulen für die einzelnen Linien des Förderprogramms bewerben, dazu zählt auch das Modul „Auslandspraktika für Lehramtsstudierende und -absolventen“.

Darüber hinaus kann für Praktikumsaufenthalte weltweit Auslands-BAföG beantragt werden. Die Fördermöglichkeiten reichen vom einmaligen Reisekostenzuschuss bis hin zum monatlichen Stipendium und können je nach Programm von 6 Wochen bis hin zu 12 Monaten dauern.

An der Universität Jena wurde 2015 speziell für Lehramtsstudierende das Projekt „Praxissemester im Ausland“ gestartet. Ein Blog greift – mit Blick auf die Situation in Jena – zahlreiche relevante Fragestellungen auf, ein Blick lohnt sich für Studierende ebenso wie für Angehörige von Schulen und Hochschulen. Wir empfehlen, sich für grundsätzliche Fragen, Bewerbungsfristen und die Zusammenstellung notwendiger Unterlagen bei den International Offices der Hochschulen bzw. den Studentenwerken beraten zu lassen.

Weiterlesen: Internationalisierung des Lehramtsstudiums – Modelle, Konzepte, Erfahrungen in: Kultur und Bildung Band 17, 2019 erschienen im Ferdinand Schöningh-Verlag

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Rückschau


nexus-Tagungen in Berlin, Darmstadt und Leipzig zu Anerkennung und studentischer Mobilität

„Studentische Mobilität und wissenschaftlicher Austausch sind existentiell, um Brücken zu schlagen in Zeiten, in denen Politik oftmals an Grenzen stößt“, sagte HRK-Präsident Peter-André Alt zur Eröffnung der Tagung „Verbesserung von Anerkennung und Mobilität – Maßnahmen auf dem Prüfstand“, die nexus im November 2018 in Zusammenarbeit mit der Botschaft Kanadas in Deutschland ausgerichtet hat. Damit Auslandsaufenthalte eine Bereicherung und keine Blockade darstellten, müssten die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden. Wie dies umgesetzt werden kann, diskutierten Expertinnen und Experten auch bei nexus-Veranstaltungen in Darmstadt (Dezember 2018) und Leipzig (Januar 2019).

Eine wichtige Voraussetzung für eine strategische Beschäftigung mit dem Thema Anrechnung und Anerkennung sei zunächst eine hochschuleigene Strategie für Studium und Lehre, führte Professor Dr. Christiane Jost, Vizepräsidentin der Hochschule RheinMain und Co-Vorsitzende des Runden Tisches „Anerkennung“ bei der Tagung in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt, aus. Darauf aufbauend sollten die Hochschulen intern versuchen, einen Kulturwandel anzustoßen.

Von großer Bedeutung, so der Konsens während aller drei Tagungen, sei eine gute und frühzeitige Kommunikation zwischen allen Beteiligten in der Hochschule, die mit Anerkennung und Mobilität beschäftigt sind, sowie die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für gelungene Anerkennungsverfahren an Hochschulen. Der stetige Austausch in fach- wie auch hochschulübergreifenden, nationalen wie internationalen Netzwerken als auch lebendig gestaltete Hochschulpartnerschaften seien essentiell. Zudem, so ein Fazit der Abschlussdiskussion der Berliner Tagung, sollten Hochschulen verstärkt auch neue Formen der interkulturellen Erfahrung „zu Hause“ ermöglichen.

Zu den Tagungsdokumentationen von Berlin, Darmstadt und Leipzig

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nexus-Tagung in Hamburg zum Constructive Alignment

Eine studierendenzentrierte Hochschullehre stellt den Lernprozess der Studierenden in den Mittelpunkt und fördert deren eigenverantwortliches Lernen. Auf der nexus-Tagung „Die Einheit von Lehren, Lernen und Prüfen – Herausforderungen in der Praxis“ an der HAW Hamburg fassten die Teilnehmenden den Begriff deutlich weiter: Studierendenzentrierung bedeute auch, Studierende direkt in die Entwicklung von Lehr- und Prüfungsformaten einzubeziehen und sich auf Kompetenzen, die diese bereits mitbrächten, sowie auf deren Feedback konstruktiv einzulassen. 

Ein Schwerpunkt der Tagung war die Planung von Veranstaltungen mithilfe des didaktischen Konzepts des „Constructive Alignments“, welches eine Harmonisierung von Lernzielen, Prüfungsformaten und Lehr-/Lernmethoden vorsieht. Dabei wurde deutlich, dass die geforderte Einheit von Lehren, Lernen und Prüfen idealerweise bereits bei der Studiengangsgestaltung und der Curriculumsentwicklung berücksichtigt werden sollte. Wichtig sei zudem die Beteiligung von Akteuren auf allen Ebenen der Hochschule.

Zur Tagungsdokumentation

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Termine


nexus-Tagungen

26. Februar – TH Köln
Zur praktischen Umsetzung der Kompetenz­­orientierung in Hochschulen (ausgebucht)

26. und 27. März – TU Darmstadt
nexus-Jahrestagung: Interdisziplinarität in der Lehre

Save the Date: 

26. Juni – Universität Oldenburg
Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen

12. und 13. Juni – Universität Bremen
Aufbau von Studiengang-Monitoringsystemen in Hochschulnetzwerken. Herausforderung an eine qualitätsgesicherte Zusammenarbeit

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Veranstaltungen rund um Studium und Lehre

25. und 26. April – Hannover
Bologna and the Move Towards a European Higher Education Area: The Surprising Success of an Educational Vision?- Symposium von HRK, Volkswagen Stiftung und EUA

9. und 10. Mai – Kiel
Was ist gute Lehre? Hochschuldidaktik im Spiegel der Fachkulturen - 5. Konferenz zur Qualität in der Lehre  

16. und 17. Mai – Darmstadt
Tutorielle Lehre und Heterogenität: Tagung des Projekts KI²VA der Technischen Universität Darmstadt

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Projekt nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern der Hochschulrektorenkonferenz

Ahrstraße 39, 53175 Bonn
Telefon: 0228 / 887-198
E-Mail: nexus@hrk.de
Internet: www.hrk-nexus.de
Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/projekt_nexus  

Redaktion: Dorothee Fricke und Nicole Körkel
Die Verantwortung für die Inhalte der Fremdbeiträge tragen die jeweiligen Autoren.

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