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Projekt nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern der Hochschulrektorenkonferenz
 
 

nexus Newsletter 1/2014

 
 
 

Inhalt

Editorial
→  nexus impulse und Fachgutachten zur „Employability“
→  Fachbereichstag Therapiewissenschaften gegründet
→  Ars Legendi-Preis 2013
→  Buchprojekt Diversität in der Wissenschaft
Good Practice
→  TU Berlin: Individueller lernen mit „educationZEN“
→  RWTH Aachen: In Beton gegossener Praxisbezug
Werkstatt
→  Master ohne Bachelor?
Rückschau
→  Forschendes Lernen in der Lehrerbildung
→  Anerkennung nach Lissabon
→  Wie Service Learning gelingt
→  Spannungsfeld Qualitätskulturen
Termine
→  nexus Termine
→  Weitere Termine
Impressum
→  Kontakt
 
 
 

Editorial

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nexus impulse und Fachgutachten zur „Employability“

Keinesfalls schließen sich akademischer Bildungsanspruch und Arbeitsmarktrelevanz eines Studiums aus. Hochschulen haben jedoch vielfältige Möglichkeiten, das Thema „Employability“ in einem akademischen Verständnis anzugehen. Die neue Ausgabe der nexus impulse für die Praxis „Employability – Von der Leerformel zum Leitziel“ gibt Hinweise zur Gestaltung und zeigt gelungene Praxisbeispiele. Ausführlicher mit dem „Employability“-Begriff, seiner Genese und der Umsetzung des Verständnisses an den Hochschulen beschäftigt sich ein für nexus erstelltes Fachgutachten von Prof. Dr. Wilfried Schubarth von der Universität Potsdam.

Zum Download:
→ nexus impulse für die Praxis
<media 5528 - external-link-new-window "Opens external link in new window">Fachgutachten Employability</media>


 

Fachbereichstag Therapiewissenschaften gegründet

Die demografische Entwicklung, der medizintechnische Fortschritt und die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen stellen die therapeutischen Berufe, wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, vor neue Aufgaben, die eine höhere, akademische Qualifikation und eine interprofessionelle Kooperation der Gesundheitsberufe verlangen. Tatsächlich liegt der Anteil derjenigen, die in einem der drei Therapieberufe an Hochschulen und nicht an Berufsfachschulen ausgebildet werden, derzeit noch bei weit unter fünf Prozent. Die 27 Mitgliedshochschulen des Hochschulverbunds Gesundheitsfachberufe (HVG) e.V. haben deshalb den `Fachbereichstag Therapiewissenschaften` gegründet. Damit geht der HVG auch auf zwei zentrale Empfehlungen des Wissenschaftsrates ein: den Auf- und Ausbau der therapiewissenschaftlichen Studiengänge in Deutschland mit Nachdruck zu fördern und sich auf dem Parkett der Hochschul- und Bildungspolitik Gehör zu verschaffen.

Mehr unter → www.hv-gesundheitsfachberufe.de


 

Ars Legendi-Preis 2013

Der von der HRK und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehene Ars legendi-Preis 2013 ehrt zwei Lehrende, die sich in besonders verdienstvoller Weise um Studienanfänger kümmern: Herrn Prof. Dr. Manfred Hampe von der Technischen Universität Darmstadt und Herrn Prof. Dr. Stephan Lorenz von der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Professor Hampe beeindruckte die Ars legendi-Jury insbesondere durch einen interdisziplinären Projektkurs für Studienanfängerinnen und -anfänger. Er konzipierte den Kurs ursprünglich für den Fachbereich Maschinenbau. Das Konzept war so erfolgreich, dass mittlerweile alle Studierenden der TU Darmstadt den Kurs durchlaufen.
Professor Lorenz gelingt es, die Studienanfängerinnen und -anfänger in den rechtwissenschaftlichen Einführungsvorlesungen trotz der großen Teilnehmerzahlen für juristische Fragestellungen zu begeistern. Zudem unterstützt er sie in der schwierigen Übergangsphase von der Schule an die Universität durch spezielle Veranstaltungen zu Lerntechniken und Studiengestaltung sowie durch Podcasts und andere internetbasierte Zusatzangebote

→ www.hrk.de/ars-legendi


 

Buchprojekt Diversität in der Wissenschaft

Einen Überblick zum Umgang mit Diversität an Hochschulen in Deutschland sowie aktuelle relevante Forschungen stellt das neu erschienene Buch „Diversity Management und Diversität in der Wissenschaft“ vor. Zahlreiche Praxisbeispiele und Konzepte werden unter anderem im einführenden Beitrag von nexus-Referentin Mina Wiese beschrieben. Neben der Diskussion um die sich verändernde Studierendenschaft und deren Implikationen wird in dem Buch auch thematisiert, dass die Vielfalt von Forschenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses bislang kaum Beachtung fand. Die 32 Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes wollen zur Schließung dieser Lücke beitragen.


René Krempkow/Philipp Pohlenz/Nathalie Huber (Hg.): → Diversity Management und Diversität in der Wissenschaft. UVW: Bielefeld 2013


Good Practice

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TU Berlin: Individueller lernen mit „educationZEN“

Übungsaufgaben, die an der Tafel vorgerechnet werden und Hausaufgaben, die dann in der nächsten Sitzung korrigiert zurückgegeben werden. So sieht ein typisches Tutorium in den MINT-Fächern aus. Studentische Tutoren aus den Fachbereichen Physik und Chemie der TU Berlin fanden dies nicht besonders effektiv. So entwickelten sie die Idee für „educationZEN“, dessen Kernbestandteil die Umstellung der Tutorien von einem frontal geprägten zu einem interaktiveren und individualisierten Format ist. Dazu gehört auch, dass auf einer virtuellen Lern- und Übungsplattform Materialien und Erklärvideos eingebunden sind. Gemeinsam mit ihren Lehrenden Dr. Franz-Josef Schmitt und Prof. Dr. Thomas Friedrich reichten die Studierenden ihre Idee als sogenanntes Studienreformprojekt – von der TU geförderte Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre – ein.

Seit dem Wintersemester 2012/13 wird nun das Tutorium „Mathematik für Chemikerinnen und Chemiker“ zusätzlich in einem neuen Format angeboten, weitere Tutorien haben bereits eine Pilotphase durchlaufen. Etwa die Hälfte der Chemie-Studierenden nimmt das Mathematik-Tutorium im neuen Format bereits wahr, denn es hat sich herumgesprochen, dass dort Übungsaufgaben erfolgreicher und schneller bearbeitet werden und die Tutorinnen und Tutoren mehr Zeit für die individuelle Betreuung mitbringen.

Die Idee einer dynamisch wachsenden Lehrplattform, die individuell von Lehrenden und Lernenden gestaltet werden kann, wird im Rahmen des Projekts ständig weiterentwickelt. Ab dem Sommersemester 2014 soll etwa das Online-Projektlabor „Chemie im Alltag“ als Wahlmodul im Bachelorstudium Chemie angeboten werden. Studierende in der Eingangsphase des Chemie-Studiums können dort selbst formulierte Fragen unter fachkundiger Begleitung zu einem Experiment ausarbeiten und dokumentieren. Die studentischen Lerninhalte entwickeln sich auf diese Weise zu neuen Lehrmaterialien, die langfristig auch einem breiten Publikum außerhalb der Hochschule angeboten werden können.

→ www.eduzen.tu-berlin.de


 

RWTH Aachen: In Beton gegossener Praxisbezug

Um Schäden sicher und richtig diagnostizieren zu können, müssen angehende Bauingenieure in ihrer Ausbildung die Techniken der Bauwerksdiagnostik erlernen. Vier Studentische Hilfskräfte des Instituts für Bauforschung der RWTH Aachen haben gezeigt, dass der Bereich künftig mit hohem Praxisbezug im Studium verankert werden kann. Sie reichten die Skizze eines „Simulator für Bauwerksdiagnostik“ (SimBa) bei der RWTH-Plattform „Exploratory Teaching Space“ (ETS), mit der die RWTH Aachen die Entwicklung kreativer Lehr- und Lernkonzepte fördert ein. Als eine von drei studentischen Ideen wurde SimBa für die Förderung ausgewählt.

Künftig wird es im Hof des Instituts für Bauforschung eine fest installierte Prüfplatte geben, die Studierenden als Demonstrationsobjekt dient. Die Studierenden können so die Anwendung bestehender Verfahren erlernen und innovative Diagnoseverfahren direkt am Objekt erproben.

Der Wettbewerb „Exploratory Teaching Space“ ist Teil des RWTH-Projekts „Studierende im Fokus der Exzellenz“, welches zusammen mit neun anderen Hochschulen beim „Wettbewerb Exzellente Lehre“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Kultusministerkonferenz KMK ausgezeichnet wurde. Nach Auslaufen der Förderung im Rahmen dieses Wettbewerbs wird das Projekt weiter finanziert aus Mitteln des Qualitätspakt Lehre und der Hochschule selbst.

→ www.rwth-aachen.de/ets


Werkstatt

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Foto: adamci/sxc
 

Master ohne Bachelor?

Frage an nexus: Ich bin gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und habe eine Weiterbildung zur Personalfachkauffrau (IHK) und den Betriebswirt (HWK) abgeschlossen. Seit vielen Jahren bin ich bereits im Personalwesen tätig und strebe nun auch in diesem Bereich einen akademischen Abschluss an. Gibt es einen direkten Weg ein Masterstudium im Bereich Personalmanagement aufzunehmen, oder ist es trotz meiner Vorbildung zwingend erforderlich ein Erststudium (Bachelor) zu machen?

Antwort: Die Aufnahme eines konsekutiven Masterstudiums ist ohne einen ersten akademischen Abschluss derzeit nicht möglich. Laut Ländergemeinsame Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen der KMK (2010) kann jedoch „in definierten Ausnahmefällen für weiterbildende und künstlerische Masterstudiengänge an die Stelle des berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses eine Eingangsprüfung" treten. Bislang wurde diese Möglichkeit mit unterschiedlichen Detailregelungen in manche Landeshochschulgesetzte aufgenommen. Wie sie von Hochschulen im Einzelnen ausgestaltet wird und welche weiterbildenden Angebote für Sie infrage kommen, kann nur individuell beantwortet werden. Zu prüfen wäre, ob Ihnen gegebenenfalls beruflich erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten auf ein Bachelorstudium angerechnet werden können.

Wenn Sie auch eine Frage an das nexus-Team haben, schreiben Sie bitte eine Mail an → nexus@hrk.de.


Rückschau

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Forschendes Lernen in der Lehrerbildung

Auf eine gemeinsame Definition des Forschenden Lernens in der Lehrerbildung konnten sich die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der vom HRK-Projekt nexus mit dem Niedersächsischen Verbund zur Lehrerbildung organisierten Veranstaltung an der Universität Hannover nicht einigen. Dies hatte HRK-Vizepräsident Burckhart in seiner Einführung bereits vorhergesagt. Dennoch waren sich alle einig, dass der Paradigmenwandel zum Forschenden Lernen machbar, aber eben kein Selbstläufer sei. Die Motivation von Studierenden und Hochschullehrenden für ihren jeweils eigenen selbstverantworteten Lernprozess werde durch forschendes Lehren und Lernen erst gefördert, aber nur wenn der Anspruch auch stark fokussiert werde. Hierzu bedürfe es einer gemeinsamen, hochschulübergreifenden Strategie. Diese müsse im Leitbild der Universität verankert sein, um die Forschungsergebnisse auch sichtbarer zu machen und mehr Studierende mit eigenen Projekten daran zu beteiligen.

→ Zur Tagungsdokumentation


 

Anerkennung nach Lissabon

Wie können Hochschulen die Umsetzung der Lissabon-Konvention konkret weiterentwickeln? Diese Frage stand im Fokus einer Informationsveranstaltung des HRK-Projekts nexus in München. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass bei Studiengangs- oder Hochschulwechseln im Ausland wie im Inland eine faire Anerkennung von Studienleistungen gelten sollte. Grundlage dafür sollten die Lernergebnisse und erworbenen Kompetenzen sein. Zudem sprachen sich die Akteure aus den Hochschulen für einen weitergehenden Austausch von Beispielen guter Praxis aus.

→ www.hrk-nexus.de/Anerkennung


 

Wie Service Learning gelingt

Das Thema „Wie Service Learning gelingt“ stand im November 2013 im Mittelpunkt der Herbsttagung des Hochschulnetzwerks „Bildung durch Verantwortung“. In intensiven Workshops forschten die Teilnehmenden nach wesentlichen und wiederkehrenden Elementen von Service Learning, um daraus Erfolgsmuster zu generieren.

→ Zur Tagungsdokumentation


 

Spannungsfeld Qualitätskulturen

Die Tagung „Spannungsfeld Qualitätskulturen. Organisationsentwicklung zwischen externer Steuerung und institutioneller Autonomie“ warf im November Fragen nach den richtigen Wegen zu Qualität und Möglichkeiten der Qualitätsentwicklung zwischen QM-Systemen und Programmakkreditierung auf. Hans N. Weiler definierte in seiner Keynote „Qualität als eine kulturell bestimmte Eigenschaft von Hochschulen“. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Qualität nicht über Akkreditierungsvorgaben in die Hochschulen komme, sondern es vielmehr guter Kommunikation und geeigneter Strukturen bedürfe, um ein Qualitätsbewusstsein zu erzeugen.

→ www.uni-due.de/qk


Termine

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nexus Termine

20. und 21. Januar 2014 - Essen
Internationale Konferenz zur Lehrerbildung: "Education and Training for European Teachers: Competence Models, Curricular Objectives and Harmonising Theory and Practice" (Anmeldung nicht mehr möglich)
→ Weitere Informationen

Jetzt anmelden!
25. und 26. März 2014 - Berlin

Jahrestagung des Projekts nexus: Europäische Studienreform 2.0 – Flexibilisierung, Mobilität und Individualisierung“
Die jüngst verabschiedeten Empfehlungen der Hochschulrektorenkonferenz zur Europäischen Studienreform enthalten zahlreiche Impulse zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre. Auf der Tagung werden die Empfehlungen vorgestellt, in Foren einzelne Themen der Reformumsetzung ergebnisorientiert diskutiert und von prominent besetzten Podien kommentiert.
→ Weitere Informationen

8. April 2014 - Hannover
Abgucken erlaubt... - Transfer von Studienreformprojekten zur Mathematik in der Ingenieurausbildung Gemeinsame Tagung von nexus und Lehren
→ Weitere Informationen


   

Weitere Termine

20.02.2014 - 21.02.2014 - Konstanz
→ Selbstlernkompetenzen im Jurastudium
Tagung zur rechtswissenschaftlichen Fachdidaktik

20.02.2014 - 22.02.2014 - Hildesheim
→ Internationale Konferenz "Migration und Bildung"

03.03.2014 - 05.03.2014 - Frankfurt am Main
→ Die Perspektiven verbinden
Zweite Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF)

09.03.2014 - 12.03.2014 - Berlin
→ Traditionen und Zukünfte
24. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

10.03.2014 - 11.03.2014 - Darmstadt
→ "Neue Wege in der tutoriellen Lehre in der Studieneingangsphase"
Tagung des im Rahmen des Qualitätspakts Lehre geförderten Projekts "Kompetenzentwicklung durch interdisziplinäre Vernetzung von Anfang an (KIVA)"

17.03.2014 - 19.03.2014 - Braunschweig
→ „Leitkonzepte der Hochschuldidaktik: Theorie – Praxis – Empirie“
43. dghd Jahrestagung 2014

19.03.2014 - 20.03.2014 - Bonn
→ Inklusion – Die Zukunft der Bildung

13.05.2014 - Bonn
→ Fachtagung Perspektive Begabung: "Nachhaltig Fördern"



    Gerne führen wir Ihren Veranstaltungstermin im nexus-Newsletter oder auf der nexus-Internetseite auf. Sprechen Sie uns an: → nexus(at)hrk.de
 
Weitere Termine unter → www.hrk-nexus.de/aktuelles/termine


Impressum

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Kontakt

Herausgeber: Projekt nexus - Konzepte und gute Praxis für Studium und Lehre der Hochschulrektorenkonferenz, Ahrstraße 39; 53175 Bonn
Telefon: 0228 / 887-198
E-Mail: → nexus@hrk.de
Internet: → www.hrk-nexus.de
Verantwortlich: Dr. Peter A. Zervakis
Redaktion: Dorothee Fricke
Die Verantwortung für die Inhalte der Fremdbeiträge tragen die jeweiligen Autoren.


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    Haben Sie Fragen oder Anregungen? → nexus@hrk.de