Studiengangentwicklung

Studiengang- und Curriculumentwicklung

Ein Ziel der Studienreform ist es, Studiengänge auf Qualifikationsziele hin also „outcome-orientiert“ auszurichten und studierendenzentriert sowie kompetenzorientiert zu planen. Im Studium sollen fachliche wie überfachliche Kompetenzen und Lernergebnisse vermittelt werden. Daher liegt ein Schwerpunkt der Verbesserung von Studienqualität auf der konzeptionell schlüssigen Entwicklung von Studiengängen.

In modularisierten Curricula werden die Qualifikationsziele des Studiengangs auf einzelne Module herabgebrochen. Anschließend werden Lernergebnisse und Kompetenzen auf Modulebene formuliert. In den Modulen ist darauf zu achten, dass sich die Lehr-/Lernangebote, die Lernaktivitäten und die Prüfungsformen zur Erreichung der Lernergebnisse aufeinander beziehen.

Leitfragen der Curriculum- und Studiengangs­entwicklung sind:

  • Was soll eine Absolventin/ein Absolvent am Ende des Studiums können bzw. in der Lage sein zu leisten (Lernergebnisse und Kompetenzen)?
  • Welche fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen (Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen, Bereitschaften etc.) soll sich eine Studierende/ein Studierender aneignen, um die im Qualifikationsprofil beschriebenen Kompetenzen zu erfüllen?
  • Welche Vorgaben müssen beachtet werden (Akkreditierungsrichtlinien, Ländergemeinsame Strukturvorgaben, Qualifikationsrahmen, Fachqualifikationsrahmen, Empfehlungen und Leitbilder in Bezug auf eine bestimmte akademische Ausbildung und allgemeine Bildungsziele)?
  • Sind auch Anforderungen berücksichtigt, die außerhalb der Hochschule an Absolventinnen und Absolventen gestellt werden (gibt es existierende Aufgaben und Tätigkeitsfelder)?
  • Folgen die Lernergebnisse und Kompetenzen in den Modulen zeitlich so aufeinander, dass Studierende über den Studiengang hinweg ihr Kompetenzniveau schrittweise aufbauen können?
  • Welche Module müssen unerlässlich aufeinander folgen und welche können in flexibler Abfolge studiert werden?
  • Berücksichtigen die angebotenen Lehr- und Lernformen die unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Studierenden mitbringen und gibt es Brücken- und Orientierungsangebote?
  • Gibt es Absprachen im Studiengang, damit die Prüfungen im Semester verteilt werden, so dass es nicht zu einer Häufung am Semesterende kommt?

Hintergrundinformationen und Arbeitshilfen

Bei der Curriculum- und Studiengangs­entwicklung sind außer den jeweiligen hochschulinternen Dokumenten und Arbeitshilfen folgende Informationen zu beachten bzw. hilfreich:

Allgemeine Dokumente:
Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Absatz 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen (KMK 04.02.2010)
Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse (HRK, KMK 21.04.2005)
Rechtsgrundlagen für die Akkreditierung und die Einrichtung von Studiengängen
mit den Abschlüssen Bachelor und Master in den einzelnen Bundesländern

(Stand: 17.06.2011)
Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung Beschluss des Akkreditierungsrates vom 08.12.2009 i. d. F. vom 10.12.2010, 20.02.2013
Entschließung "Weiterführung der Bologna-Reform - Kontinuierliche Qualitätsverbesserung in Lehre und Studium" (HRK 11.05.2010)
Entschließung "Zum Bologna-Prozess nach 2010" (HRK 27.1.2009)
Entschließung: Für eine Reform der Lehre in den Hochschulen (HRK 22.04.2008)
Empfehlung: Qualitätsoffensive in der Lehre - Ziele und Maßnahmen (HRK 16.10.2007)
Empfehlung: ECTS im Kontext: Ziele, Erfahrungen und Anwendungsfelder, (HRK 12.06.2007)
Empfehlung zur Weiterentwicklung des Bolognaprozesses (HRK 13.02.2007)

Arbeitshilfen zur (Weiter)Entwicklung von Studiengängen
Phasen einer kompetenzorientierten Studiengangentwicklung
Leitfaden zur Reform bzw. Entwicklung eines Studiengangs
Kurzinformation Modul Modularisierung der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich

Informationen zur Lehrerbildung


ECTS: 
Arbeitshilfen und Informationen

Diploma Supplement: Arbeitshilfen und Informationen

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