Kompetenzvermittlung

Verbesserung der Kompetenzvermittlung: Wissenschaftlich qualifizieren für den Arbeitsmarkt

Absolventinnen und Absolventen eines Bachelor- oder Masterstudiums sollen in der Lage sein, selbstständig und forschend zu arbeiten, sich neues Wissen zu erschließen und  Lösungen für neue Problemstellungen zu finden. Daher ist es das Ziel eines Hochschulstudiums, Absolventen auszubilden, die sich in einem Tätigkeitsfeld weiterentwickeln und so auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich sein können.

Mit der Umsetzung der Leitlinien der Europäischen Studienreform an den deutschen Hochschulen werden sowohl beschäftigungsrelevante Anteile („Employability“) durch Praktika, Praxissemester oder unmittelbaren Praxisbezug der Fach-Lehre als auch durch fachübergreifende Schlüsselqualifikationen (z. B. erworben in Abschlussarbeiten zu praxisrelevanten Themen in Unternehmen, Kenntnisse im Projektmanagement, Auslands- und Fremdsprachenerfahrung) in den Bachelor- und Masterstudiengängen integriert. 
 
Soft Skills wie Kommunikation, Teamfähigkeit oder Durchsetzungsvermögen und die akademische Persönlichkeitsbildung ergänzen dieses wissenschaftliche Qualifikationsprofil. Die Ziele der Persönlichkeitsbildung, der Forschungsorientierung und der Arbeitsmarktrelevanz eines Hochschulstudiums ergänzen sich: Schließlich werden nicht nur Fachleute, sondern wissenschaftlich ausgebildete und ethisch handelnde Menschen benötigt, die sich mit Engagement und Bürgersinn für das Gemeinwohl einsetzen können.

Projektziele

Eine zentrale Rolle spielt die Ausrichtung der Studienprogramme auf die Vermittlung von Kompetenzen, die die Problemlösungsfähigkeiten der Absolventen verbessern. Diese sollte sich durch den gesamten „Student Life Cycle“ ziehen. Die Ausgestaltung der Curricula und die Vermittlung entsprechender Fähigkeiten und Fertigkeiten soll dabei deutlicher auf das Niveau der einzelnen Studienphasen abgestimmt und fest in den Fachkulturen verankert werden. Neben einer kompetenzorientierten Studiengangskonzeption bedarf es weiterer Elemente (Module, Lehrangebote und -formate, etc.), die Employability in besonderer Weise fördern und fachspezifisch ausgestalten: integrierte und betreute Praktika, berufsorientierende Angebote, Forschungs- und Praxisprojekte (Forschendes Lernen, Service Learning, u.a.) .

Maßnahmen

  • In den Runden Tischen entwickelt nexus Hochschultypen-gerechte Employability-Konzepte, fachspezifische Lernergebnisse/Lernzielkataloge sowie Konzepte für die Stärkung von Praxisbezügen im Studium.
  • In seinen Veranstaltungen bietet nexus eine Plattform, auf der ein im Sinne der Hochschulen weiter gefasster „Employability“-Begriff im Sinne des Arbeitsmarktbezugs der Studiengänge mit Vertretern aus Hochschulen, Politik und der Arbeitswelt diskutiert werden und fördert auf diese Weise den strukturierten Dialog zwischen den Stakeholdern. Ein zentrales Thema dabei ist Qualitätssicherung von Praktika und deren Verzahnung mit theoretischen Studienanteilen (vgl. Wissenschaftsrat 2015).
  • Durch Handreichungen, Transfertagungen und die Kommunikation von Beispielen guter Praxis werden die in den Runden Tische erarbeiteten Ergebnisse in die Hochschulen getragen. Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen, die sich gezielt an Lehrende richten, tragen dazu bei, dass die Kompetenz­orientierung weiter in der Hochschullehre verankert wird.

Ergebnisse

Die bisherigen Ergebnisse spiegeln sich in zahlreichen Tagungen und Publikationen wider. Die Debatte um "Qualitätsstandards für Praktika" wurde mit einem Fachgutachten und einer Tagung bereichert. 

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Kontakt
Dr. Peter A. Zervakis

Projektkoordinator Inhalte, Referent Medizin und Gesundheitswissen- schaften

zervakisnospam-hrk.de

0049/(0)228/887-190

Kontaktdaten

Termine

18. und 19. September 2017
"Qualitätssicherung in Anerkennung und Anrechnung" an der Technischen Universität Dresden

29. September 2017
"Praxistaugliche Verfahren zur Evaluation von Lehre und Studium" an der Technischen Universität Braunschweig

6. Oktober 2017
"Monitoring: Ansätze zur Erhöhung des Studienerfolgs?" an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn