Erfahrungsbericht: Master „Humanitäre Hilfe“

Erfahrungsbericht: Master „Humanitäre Hilfe“

Laura Puts war schon in der Katastrophenhilfe vor Ort. Der Bochumer  Master „Humanitäre Hilfe“ vertieft ihre Kenntnisse.

Als ich angefangen habe zu studieren, wusste ich noch nicht, in welche Richtung ich mich beruflich entwickeln möchte. An der Fachhochschule Köln habe ich meinen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation gemacht, meine Schwerpunktsprachen waren Englisch, Französisch und Niederländisch. Mir war aber klar, dass Übersetzen oder Dolmetschen nichts für mich ist; ich habe gespürt, dass ich die Sprachen auf andere Art anwenden wollte.

Die Augen hat mir dann ein Praktikum in Paris geöffnet, das ich während meines Studiums gemacht habe: Ich war ein halbes Jahr lang bei einer Ärzte-Organisation und habe da zwei Ausstellungen mitorganisiert – die eine ging über die vergessenen Krisen auf dieser Welt, die andere hatte illegale Einwanderer in Europa zum Thema. Das hat mir einen Weg gezeigt, auf dem ich weitergehen wollte. Nach meinem Abschluss habe ich deshalb als freiwillige Helferin in Haiti mitgeholfen, das war ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben dort. Noch immer war Hilfe dringend nötig, und ich konnte mich zwei internationalen Organisationen anschließen. Ich habe mitgeholfen, Schulen aufzubauen und Wasserfilter herzustellen. Sogar Häuserruinen haben wir eigenhändig mit Vorschlaghämmern abgerissen, damit die Besitzer auf den Grundstücken wieder etwas Neues aufbauen können. Spätestens da wusste ich, dass ich mich auch wissenschaftlich mit dieser Art von Arbeit beschäftigen möchte.

So bin ich auf den Bochumer Master in Humanitärer Hilfe gestoßen und habe mich dort beworben. Per Internettelefon habe ich noch aus Haiti mein Aufnahmegespräch geführt – und an meinen letzten Tagen vor Ort kam dann der Bescheid, dass ich aufgenommen bin. Im Studium habe ich gemerkt, dass es genau das Richtige für mich ist. Hier in Bochum ist es mir genauso gegangen wie davor schon im Bachelor-Studium: Ich habe während der Seminare gemerkt, in welche Richtung ich weitergehen möchte. Jetzt ist mir klar, dass mich die Wasserversorgung in Katastrophengebieten am meisten interessiert. Dieses Thema werde ich vertiefen – zunächst im Studium, und hoffentlich auch danach im Beruf.

Infos zum Studiengang gibt es hier.

Der Artikel stammt aus der Broschüre des Projekts nexus der Hochschulrektorenkonferenz „Erfolgsmodell Master - Offen für internationale Kooperationen und individuelle Bildungsbiographien“.

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