Mit dem Bachelor in den Beruf

Die Studienreform in der Arbeitswelt

Die Etablierung des Bachelorabschlusses am Arbeitsmarkt ist ein Prozess. Studierende können nach Datenlage zunehmend zuversichtlich sein, mit dem Bachelor einen angemessenen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Eine Auswertung aktueller Studien. 

Staufenbiel-Institut: Job-Trends 2014  
Die Studienabschlüsse Bachelor und Master steigen weiter in der Beliebtheit der Unternehmen. Großer Gewinner einer nicht-repräsentativen Befragung von 249 Unternehmen ist der Bachelorabschluss: Mit rund 53 Prozent gehört er für deutlich mehr Unternehmen als noch 2013 (38 Prozent) zu den bevorzugten Abschlüssen bei der Einstellung. Rund 92 Prozent nennen den Master als bevorzugten Abschluss. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) unterscheidet nicht zwischen Master und Bachelor, wenn es um die Einstiegs- und Entwicklungsperspektiven geht. Spezielle Einstiegsprogramme für Bachelor- und Masterabsolventen gibt es nur in wenigen Unternehmen.18 Prozent bieten dies für Bachelors an, 20 Prozent für Master. 56 Prozent der Arbeitgeber zahlen Absolventen mit Master andere Gehälter als Bachelorabsolventen. Die Differenz zwischen Bachelor- und Mastergehältern beträgt durchschnittlich 14 Prozent. 

Studie PwC und HWWI „Hochschulabsolventen gesucht“ (2013)  
Die Autoren empfehlen, Bachelorabschlüsse als Regelabschluss weiter zu stärken und deren verbreitete Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Für 70 Prozent der Unternehmen sei die Art des Abschlusses in der Regel sowieso weniger wichtig. Dennoch würden die meisten Studierenden einen Masterabschluss anstreben, obwohl viele mit dem Bachelor bereits ausreichend für den Arbeitsmarkt qualifiziert seien. 

Mit dem Bachelor in den Beruf – Arbeitsmarktbefähigung und –akzeptanz von Bachelorstudierenden und –absolventen (Gemeinsame Studie von Stifterverband, IW Köln und HIS, gefördert durch das BMBF 2011)
84 Prozent der Unternehmen, die Akademiker beschäftigen, wollen Bachelor einstellen, lediglich 13 Prozent geben an, auch künftig nur Master rekrutieren zu wollen. Die bisher eingestellten Bachelorabsolventen steigen meist auf einem ähnlichen Niveau ein wie Absolventinnen und Absolventen mit anderen Abschlüssen. So sind fast zwei Drittel der Fachhochschulbachelors und mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Universitätsbachelors sind mit ihrer aktuellen beruflichen Situation (sehr) zufrieden. Auch die Unternehmen sind mit der Leistung der Bachelors mehrheitlich zufrieden, sehen jedoch noch Nachbesserungsbedarf in den Studienprogrammen: 76 Prozent fordern etwa einen größeren Praxisbezug der Lehrinhalte. Die Bedeutung des Masterabschlusses für die Karriere wird von den Studierenden meist wichtiger eingeschätzt als von Unternehmen.

Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen (DIHK 2011)
43 Prozent der befragten Unternehmen haben Erfahrung mit Bachelor und/oder Master-Absolventen (39 Prozent Bachelor/17Prozent Master). Im Vergleich zu 2007 hat sich dieser Anteil verdoppelt. Für 63 Prozent der Unternehmen haben sich die Erwartungen an Bachelor-Absolventen erfüllt, dies sagen 67 Prozent über Master-Absolventen. Den Grund für Nicht-Erfüllung der Erwartungen bei Bachelor-Absolventen sehen 15 Prozent in fehlender praktischer Erfahrung. Somit liegt die Zufriedenheit mit den Absolventen der neuen Studienabschlüsse trotz eines leichten Rückgangs seit 2007 weiter auf hohem Niveau.

Employability and Mobility of Bachelor Graduates in Germany 2010
Die Quote der unbefristeten Beschäftigten ist laut der Studie des INCHER Kassel anderthalb Jahre nach dem Studienabschluss bei universitären Bachelors (36 Prozent) und anderen universitären Absolventen (38 Prozent) fast gleich. Erwerbslos sind nur vier Prozent der Bachelorabsolventen von deutschen Universitäten und sechs Prozent von deutschen Fachhochschulen.

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