Masterplätze

Zugang zum Master

Die Hochschulrektorenkonferenz hat sich dafür ausgesprochen, dass alle Studierenden, die einen Masterstudiengang absolvieren möchten und dafür geeignet sind, dies tun können müssen, insbesondere wenn die Ausübung eines Berufs zwingend einen Masterabschluss voraussetzt. Die Studienplätze dazu sind von den Ländern auszufinanzieren.   

HRK-Handlungsempfehlungen zur Europäischen Studienreform (2013) 
Hochschulen und besonders die Universitäten sollten Bachelor- und Masterangebote stärker als bisher entkoppeln und die Studierenden ermutigen, individuelle Bildungsbiographien anzustreben, die nicht notwendigerweise dem an Universitäten dominierenden 180+120 ECTS-Punkte-Modell entsprechen. Übergänge in ein Masterangebot eines anderen Hochschultyps sollten unterstützt und auch von den Hochschulen als Chance angesehen werden. Gleiches gilt für Übergänge in fachlich nicht vollständig affine Master.

HIS-Studie: Fast alle machen ihren Master im Wunschfach - und am Wunschort
Eine bundesweit repräsentative Befragung derjenigen, die gerade ein Masterstudium beginnen, ergab: 95 Prozent, studieren ihr Wunschfach. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) studieren nicht nur im gewünschten Fach, sondern auch an der gewünschten Hochschule. Der Übergang vom Erststudium in das Masterstudium erfolgte überwiegend (bei 82 Prozent) nahtlos. 32 Prozent der Befragten wechselten mit Beginn des Masters den Studienbereich. Vier Fünftel von ihnen gaben an, zwischen dem Erststudium und dem Masterstudium einen starken Zusammenhang zu sehen. Fast 40 Prozent wechselten zum Masterstudium an eine andere Hochschule. 

CHE-Arbeitspapier Nr. 159/April 2013: „Auf dem Berg ist vor dem Berg“ 
Nach Modellrechnungen des CHE wird die Nachfrage nach Masterstudienplätzen kontinuierlich steigen, bis im Jahr 2016 ein Höchstwert erreicht wird. Die Szenarien, die vom CHE berechnet wurden, gelten für Übergangsquoten vom Bachelorabschluss in ein Masterstudium von 50, 69,4 und 85 Prozent. Demnach wird es 2016 zwischen 175.000 und 265.000 Studieninteressierte für ein Masterstudium geben. Sollte das höchste von drei Berechnungsszenarien der Studie (Übergangsquote 85 Prozent) eintreffen, müssten 2016 rechnerisch 36.000 Bachelorabsolvierende auf den Beginn des Masterstudiums verzichten müssen, wenn allein die über das Hochschulpaktszenario berechneten Masterstudienplätze bis dahin geschaffen würden.

HIS: Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium (2012)
Von größeren oder gar systematischen Schwierigkeiten kann sowohl beim Erhalt eines Masterstudienplatzes überhaupt als auch bei dem im Wunschfach bzw. an der Wunschhochschule zumindest derzeit keine Rede sein: Von den Masterstudierenden mit einem an Fachhochschulen erworbenen Bachelorgrad studieren 94 Prozent in ihrem Wunschfach und 89 Prozent an ihrer Wunschhochschule. Von den Masterstudierenden mit einem an Universitäten erworbenem Bachelorgrad studieren 96 Prozent in ihrem Wunschfach und sogar 91 Prozent an ihrer Wunschhochschule. Bei Absolventeninnen und -absolventen hat das Entscheidungsmotiv „zu hohe Anforderungen bei den Aufnahmebedingungen, bei den Zulassungsvoraussetzungen“ hat nur eine sehr untergeordnete Bedeutung im Spektrum der Verzichtsgründe: Nur ein Sechstel (16 Prozent) aller Bachelorabsolvent(inn)en, die sich gegen ein Masterstudium entschieden haben, messen diesem Aspekt eine starke oder sogar sehr starke Bedeutung bei ihrer Entscheidung zu.

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