Die Studieneingangsphase im Umbruch. Von der Vielfalt an Angeboten zu einem Modell?

30. Oktober 2018, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

In Folge der Initiativen von Bund und Ländern zur Förderung von individuellem Studienerfolg vollzieht sich in der Hochschullandschaft ein Wandel insbesondere bei der Ausgestaltung der Studieneingangsphase. Auf diesen Zeitraum unmittelbar vor Hochschuleintritt und einschließlich der ersten beiden Semester konzentrieren sich die Anstrengungen, den vielfältigen sozialen, biographischen und kompetenzbezogenen Voraussetzungen der Studierenden besser gerecht zu werden. Um den als besonders kritisch geltenden Übergang vom schulischen bzw. beruflichen in das akademische Handlungsfeld zu erleichtern, wurden nicht nur bewährte Angebote für den Studieneinstieg ausgeweitet, sondern auch ausdifferenzierte Maßnahmen umgesetzt, die bis zu Veränderungen von Lehrkonzepten und curricularen Strukturen reichen. Diese neue Vielfalt in der Gestaltung der Studieneingangsphase kann insofern als Umbruch gewertet werden, als erste Ansätze zur Verknüpfung von Einzelmaßnahmen in einem übergreifenden Modell zu erkennen sind. Solche „Modellansätze ausgewählter Hochschulen zur Neugestaltung der Studieneingangsphase“ hat das von CHE-Consult im Auftrag des Projekts nexus erstellte wissenschaftliche Fachgutachten ermittelt. Die daraus abgeleiteten Anregungen zu einem kohärenten Modell für die Studieneingangsphase bilden den Ausgangspunkt der nexus-Kooperationstagung mit dem StuFHe-Projekt an der Universität Hamburg.

Die Tagung zielt darauf ab, die im Fachgutachten formulierten Anregungen im Lichte aktueller Forschungsergebnisse zu bewerten, ihre Umsetzbarkeit anhand von guten Praxisbeispielen zu veranschaulichen und die weiteren Gelingensbedingungen für die Umgestaltung der Studieneingangsphase zu erörtern.

Der Eröffnungsimpuls nutzt die im StuFHe-Projekt gewonnenen Ergebnisse aus der Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre für einen systematischen Überblick zu den vielfältigen Angeboten für einen erfolgreichen Studieneinstieg.

Anschließend wird in vier parallelen Foren auf Grundlage von ausgewählten Beispielen gelungener Praxis erkundet, wie sich übergreifende Modelle für die Studieneingangsphase konkret realisieren lassen.

  • Forum A zeigt auf, wie (Bedarfs-)Analysen die Modellentwicklung begleiten können und geht zudem auf zielgruppenspezifische Gestaltungsmöglichkeiten ein.
  • Forum B widmet sich den institutionellen Strategien der Modellentwicklung, die für eine nachhaltige Finanzierung von Programmen und die Bindung des Personals notwendig sind und durch enge Kooperation auf allen organisatorischen Ebenen bis in die Fakultäten oder Fachbereiche hineinreichen sollten.
  • Forum C fokussiert auf die Verankerung von Modellen in den Curricula und behandelt die dafür notwendige Organisation, wie etwa die Einführung alternativer Regelstudienzeiten.
  • Forum D setzt auf der Ebene von Lehrformaten und ihrer inhaltlichen Gestaltung an, um die Chancen von Praxisorientierung, aktivierenden Methoden sowie der Förderung überfachlicher Fähigkeiten und sozialer Integration für die Modellentwicklung hervorzuheben.


In der Abschlussrunde reflektieren ausgewählte Expertinnen und Experten die Ergebnisse aus den Foren mit Blick auf die zentrale Leitfrage der Tagung: Lassen sich aus der Vielfalt der Angebote übertragbare Formate und Strukturen zur Verbesserung der Studieneinführung ableiten, die als Erfolgsfaktoren für eine Verstetigung der Maßnahmen gelten können?

Die Tagung richtet sich sowohl an Lehrende als auch an für Studium und Lehre verantwortliche Mitglieder aus Hochschulleitungen und Dekanaten, an Hochschulangehörige aus der Hochschuldidaktik, der Studiengangs­entwicklung, dem Qualitätsmanagement und der Studiengangskoordination sowie an Projektverantwortliche für die Studieneingangsphase in den Fakultäten und Fachbereichen.


Die Höchstteilnehmerzahl ist erreicht. Die Anmeldung ist geschlossen.
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