nexus-Jahrestagung2017

nexus-Jahrestagung "Institutionelle Strategien zur Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen"

14. und 15. März 2017, Ruhr-Universität Bochum

Seit der Europäischen Studienreform mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse befindet sich das Selbstverständnis von Universitäten und Fachhochschulen im Wandel. Sie stehen vor der Herausforderung, die gesell-
schaftlichen Erwartungen an eine wissenschaftliche Ausbildung hochqualifizierter und innovationsfähiger Fachkräfte mit ihrem institutionellen Selbstverständnis und ihren Bildungsansprüchen in Einklang zu bringen.

Der aktualisierte Qualifikationsahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse (HQR) fördert die Entwicklung und transparente Darstellung hochschulischer Qualifizierungsziele. Der Wissenschaftsrat empfiehlt darüber hinaus die Entwicklung von Lehrfassungen und Lehrprofilen zur weiteren Konkretisierung der hochschulischen Qualifizierungsziele und darauf aufbauend zur konsistenten Gestaltung von Studiengängen, Modulen, Lehr- und Prüfungsformaten sowie zur transparenten Beschreibung der Absolventenprofile für Studierende und Arbeitgeber.

Unter Lehrverfassungen wird die Formulierung des Selbstverständnisses einer Hochschule in ihrer Rolle als Lehrinstitution, in ihren fächerübergreifenden didaktischen Leitlinien und in den grundlegenden Qualifizierungszielen verstanden. Lehrprofile sollen dies auf Ebene einzelner Studiengänge leisten, um diese zu konturieren und gezielt auszurichten. Hochschulen und Fachbereiche werden so bei der konsistenten, kompetenzorientierten Ausrichtung ihrer Studiengänge und den damit verbundenen Kompetenzprofilen sowie bei der konsequenten Modularisierung unterstützt.

Die Jahrestagung des Projekts "nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern" widmet sich in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum den konkreten Herausforderungen und Chancen, die sich den Hochschulen bei der institutionellen Umsetzung von Lehrfassungen und Lehrprofilen unter Beteiligung aller Akteure stellen
und möchte zum weiteren Erfahrungsaustausch über gelungene Beispiele anregen.

Folgende erkenntnisleitende Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung:

  1. Wie kann der hochschulweite Verständigungsprozess einvernehmlich
    gestaltet werden?
  2. Welche institutionellen Herausforderungen und Chancen ergeben sich
    für die "Neubesinnung" auf curriculare Gestaltungsfragen im Sinne der Kompetenz­orientierung?
  3. Wie werden die Fakultäten und Fachbereiche bei der konkreten Umsetzung
    der Leitbilder eingebunden und welche Erfahrungen sammeln sie bei deren Umsetzung?

Am ersten Tag der Veranstaltung werden diese Fragen anhand ausgewählter hochschul- und fachübergreifender Ansätze zusätzlich in Foren mit Hilfe der Vorstellung gelungener Beispiele thematisiert. Am zweiten Veranstaltungstag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen des nexusCAMP, eines themenspezifischen Barcamp-Formats
die Möglichkeit, für sie relevante Themen frei zu setzen und so neue Aspekte einzubringen oder die Diskussion vom Vortag vertieft weiterzuführen.

Die Veranstaltung richtet sich an Hochschulleitungen, Lehrende und Studierende
sowie an Studiengangsplanerinnen und -planer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Qualitätsmanagement sowie an Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Studium und Lehre.

Anmeldung

Die Tagung ist ausgebucht. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

nexusCAMP? Was ist das?

Im Rahmen der nexus Jahrestagung am 14. und 15. März 2017 an der Ruhr-Universität Bochum laden wir Sie zum nexusCAMP, einem themenspezifischen Barcamp-Format ein.

Wenn die Kaffeepause zur Tagung wird
Alle kennen die Erfahrung: Lebendig wird es auf Tagungen oft erst jenseits des offiziellen Programms. In den Pausen kommt man beim Kaffee ins Gespräch. An Stehtischen tauschen sich Lehrende von großen und kleineren Hochschulen, Studierende und Kollegen aus der Hochschulverwaltung über Eindrücke aus, berichten in Kleingruppen von den eigenen Erfahrungen und diskutieren beim Mittagessen über die Vorträge des Tages. Ein Klima, in dem die Steifheit abzufallen scheint. Es wird kritisiert, gelacht und gelobt.

Diese Atmosphäre – bei der alle Teilnehmer einer Veranstaltung aktiv werden, einander berichten, zuhören, nachfragen, kritisieren, erläutern – wird bei Barcamps zum Prinzip.

Barcamp - Themencamp - nexusCAMP

Barcamps sind sogenannte „Ad-hoc-Konferenzen“, also offene, partizipative Veranstaltungen, deren Ablauf und Inhalte ausschließlich von den Teilnehmern bestimmt werden.  Barcamps gehen davon aus, dass alle etwas beizutragen haben: Alle vereint das Interesse an einem übergeordneten Thema, alle kommen mit Fragen, Ideen, Beispielen und Vorschlägen auf die Tagung.

Anstatt dass wenige „Aktive“ auf der Bühne ihre Themen dem „Publikum“ präsentieren, steht bei Barcamps der intensive Austausch aller Teilnehmenden im Zentrum. Die offene Atmosphäre in Kombination mit der Möglichkeit, selber zu gestalten, führt zu sehr dynamischen Events.

Keine Zuschauer - nur Teilnehmer!
Der Grundsatz lautet: „Keine Zuschauer, nur Teilnehmer!“ Der offene Charakter der Veranstaltung hat Barcamps in wenigen Jahren zu großem Erfolg verholfen. Inzwischen ist die Nachfrage danach so groß geworden, dass zunehmend Themencamps veranstaltet werden, die sich speziellen Aspekten widmen, wie beim nexusCAMP zum Thema „Institutionelle Strategien zur Verbesserung der Lehre an Hochschulen - Ansatzpunkte und Erfahrungen aus den Hochschulen, Fachbereichen und Fakultäten“.

Ablauf

Vorstellungsrunde / WarmUp am Vorabend
Am Anfang jedes Barcamps steht die Vorstellungsrunde - wir starten das nexusCAMP mit einem WarmUp am Abend des 14. März: Dabei stellen sich alle Teilnehmer mit Namen, Herkunft/Funktion und drei Schlagworten kurz vor. Das bricht das Eis, stärkt das Gefühl der Zusammengehörigkeit und erleichtert das spätere Networking. Zur Kultur des Barcamps gehört das Du – Titel, Alter, Geschlecht etc. interessieren nicht, nur das Thema.
Barcamp-Neulinge haben hier die Möglichkeit, sich mit dem Format vertraut zu machen und im Anschluss daran mit dem Orga-Team und weiteren Teilnehmern beim Abendessen über dieses unkonventionelle Format und anderes ins Gespräch zu kommen.

Vorschlagsrunde
Ohne Themenvorschläge gibt es keine Agenda! Die Themenvorschläge kommen ausschließlich von den Teilnehmern. Sie stellen – unterstützt vom Moderator – ihre Themen den anderen Teilnehmern vor. Das kann ein vorbereiteter Vortrag sein, die Präsentation eines Good-Practice-Beispiels oder die Erläuterung einer Fragestellung, eines Problems, mit dem sich jemand befasst und worüber er oder sie sich gerne austauschen will. Die Teilnehmer stimmen gemeinsam ab, ob sie die Session interessiert und mit wie vielen diese stattfinden könnte. So wird der Ablaufplan für sämtliche Sessions erst am Morgen des 15. März ab 8.30Uhr gemeinsam erstellt, bevor ab 9.30Uhr die ersten Sessions beginnen und wir uns um 12.30Uhr wieder zu einer Feedbackrunde zusammenfinden.

Es besteht die Möglichkeit vorab Themenvorschläge einreichen - auch diese werden in der Vorschlagsrunde am Morgen des 15. März zur Abstimmung gestellt.

Es muss nicht jeder eine Session anbieten, aber alle sind aufgefordert, sich aktiv in die Diskussion einzubringen und so zum Gelingen des Barcamps beizutragen.

Themen beim nexusCAMP

Das nexusCAMP ist ein Themencamp zum Schwerpunkt "Institutionelle Stategien zur Weiterentwicklung der Lehre an Hochschulen". Es gibt kein festes Programm und keine Unterscheidung zwischen Referenten und Zuhörern. Jeder Teilnehmer kann sich aktiv mit einer eigenen Session oder im Rahmen einer Session einbringen und die Ansatzpunkte und Erfahrungen seiner Hochschule, seines Fachbereichs oder der Fakultät diskutieren.

Im nexusCAMP auf der Jahrestagung 2017 können alle Themen und Fragen aufgegriffen werden, die in den Foren am ersten Konferenztag offen geblieben oder noch gar nicht angesprochen worden sind. Angestoßene Diskussionen können fortgeführt und vertieft oder ganz neue Denkanstöße gesetzt werden.

Sie haben ein Thema, für das Sie auf dem nexusCAMP gerne die Patenschaft übernehmen möchten? Die eigentliche Themenvorstellung und Session-Planung finden zwar erst direkt am Morgen des zweiten Veranstaltungstages statt. Jedoch kann jeder bereits im Vorfeld Themen vorschlagen oder nachfragen.

Worüber möchten Sie gerne mit anderen diskutieren?
Schreiben Sie dazu einfach eine E-Mail mit einer Kurzbeschreibung Ihres Themenvorschlags (max. 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen) an nexuscampnospam-hrk.de.

Themenpaten

Wir freuen uns sehr, dass wir bereits im Vorfeld Themenpaten für das nexusCAMP gewinnen konnten, die am 15.3. zu folgenden Themen eine Session vorschlagen werden:

Erfolgsfaktoren in der Studieneingangsphase
Lukasz Jackiewicz (CHE Consult GmbH)
Was sind Erfolgsfaktoren einer gelungenen Studieneingangsphase? Mit Hilfe einer von CHE Consult entwickelten Typologie der unterschiedlichen Programme zur Studieneingangsphase sollen gemeinsam mit den Teilnehmer(inne)n Erfolgsfaktoren für gelungene Programme bzw. Modelle der Studieneingangsphase identifiziert und diskutiert werden.

Umstrukturierung der Studieneingangsphase in den Ingenieur­wissenschaften zur Erhöhung des Studienerfolges
Prof. Dr. Joachim Fulst (Hochschule Bochum) 
Wie sinnhaft ist die Umsetzung eines nullten Semesters? Können Maßnahmen wie die Ausdehnung der Studieneingangsphase von zwei auf drei Semester mit einer entsprechend langsameren Stoffvermittlung und alternativen Veranstaltungen wie Betriebsbesichtigungen, Projektarbeit usw. den Studienerfolg erhöhen? Über diese und weitere Fragestellungen zur Umstrukturierung der Studieneingangsphase in den Ingenieur­wissenschaften soll in der Session diskutiert werden.

Nachhaltige Qualitätsorientierung von Studium und Lehre in den Hochschulen
Dr. Georg Jongmanns (HIS-Institut für Hochschulentwicklung)
Wie kann es gelingen, die qualitätsorientierten und -verbessernden Aufgaben und Tätigkeiten, die sich überwiegend im Rahmen temporärer Förderprogramme entwickeln, nachhaltig in die Organisation der Hochschulen einzubetten? Die Grundlage für die Diskussion bieten die Nachhaltigkeitskriterien, die HIS-HE im Rahmen einer empirischen Untersuchung abgeleitet hat. Bei der Session stehen die beiden Kriterien ‚resiliente Netzwerkstrukturen‘ (belastbare Akteurskonstellationen) und ‚re-stabilisierbare Organisationsstrukturen‘ (Aufbauorganisation, Interventionsbereiche, Arbeitsprogramm) im Fokus. Die Teilnehmer*innen tauschen sich über die langfristigen Perspektiven aus, die implizit oder explizit mit den derzeitigen Maßnahmen verknüpft sind, und spielen die Anforderungen an aktuelle und künftige organisationale Strategien durch.

Qualifikationsprofile als Konstruktionshilfe für kompetenzorientierte Studienganggestaltung
Prof. Dr. Ulrich Bartosch (KU Eichstätt-Ingolstadt)
Die Session lädt ein, die Zielperspektive von Studiengängen als Ausgangspunkt ihrer Konstruktion zu nehmen. Dabei wird angenommen, dass jeder Studiengang als konkretisierter Ausdruck des hochschulischen Qualifikationsrahmens beschrieben werden kann. Die Frage "wie können die Studierenden die versprochenen Befähigungen erreichen und wie ggf. auch nachweisen?" rückt dann mehr ins Zentrum. Damit verbunden sind dann auch die Themen Didaktik und Prüfungsformen. Als Impuls wird u.a. über Arbeiten an der FH Kiel und FH Lübeck im Kontext des Projektes "Offene Hochschulen" berichtet.


Wir freuen uns auf weitere Themenvorschläge vorab oder am 15.3. und Ihre aktive Mitwirkung am nexusCAMP!

Themenfelder
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Kontakt
Dr. Peter A. Zervakis

Projektkoordinator Inhalte, Referent Medizin und Gesundheitswissen- schaften

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Dr. Christina Preusker

Projektreferentin Wirtschafts­wissenschaften

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Sachbearbeiter RT Ingenieur­wissenschaften

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