Aufbau von Monitoringsystemen in Hochschulnetzwerken: Erfahrungen, Gelingensbedingungen und Herausforderungen

12. und 13. Juni 2019, Universität Bremen

Als Folge der Vielfalt an Reformprozessen im Hochschulwesen ist der Bedarf an harten Daten aus den Hochschulen stark gestiegen. Steuerungsrelevante Daten sind eine wichtige Voraussetzung für Hochschulpolitik, -verwaltung und -planung. Weitergehende Anforderungen an den Bereich der Datenverarbeitung und -analyse ergeben sich auch aus der gestiegenen Eigenverantwortlichkeit der Hochschulen für die Qualitätssicherung ihrer Studiengänge im Zuge der Systemakkreditierung.

Vor diesem Hintergrund haben Hochschulen, Fakultäten und Fachbereiche begonnen, ihre Studiengänge im Hinblick auf den Studienerfolg mit Hilfe von Monitoring-Verfahren und Begleitstudien systematischer zu analysieren und transparenter darzustellen. Ein hilfreiches Instrument dafür ist die Einführung einer Verlaufsstatistik, damit verlässliche Informationen zum Studienverlauf ganzer Kohorten von Studienanfängerinnen und -anfängern, insbesondere zum Studienabbruch, Studienfach- und Studienortswechsel sowie zum Prüfungserfolg und Studienfortschritt, gewonnen werden können. Hochschulen können so zeitnah relevante Daten auswerten, um eventuell bestehenden curricularen Verbesserungsbedarf zu ermitteln, den Aufbau von Frühwarnsystemen zu betreiben und gezielter Unterstützungsangebote für Studierende zu entwickeln. Viele Hochschulen führen daneben auch eigenständige Befragungen von Studierenden und Lehrenden durch, die ebenso dem Ziel einer Optimierung ihrer Studiengänge dienen, oder sie nutzen dazu entsprechende Daten bundesweiter oder regionaler Untersuchungen.

Studienverlaufsbetrachtungen standen als ein Instrument des Studierendenmonitorings im Fokus der Aufmerksamkeit einer Tagungsreihe des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts nexus der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Unter diesem Leitgedanken wurde eine vierteilige Veranstaltungsreihe zwischen 2015 und 2018 an der Freien Universität Berlin und den Universitäten in Bonn und Magdeburg durchgeführt, um die Hochschulen in einen intensiven Austausch über Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Instrumente im Studiengangs-Monitoring zu bringen. Vor dem Hintergrund gelungener Praxisansätze wurde gefragt, welche empirischen Daten in den Hochschulen in welcher Weise im Qualitätsmanagement, für die Weiterentwicklung von Studiengängen und der Lehre sowie für die Legitimation nach außen sinnvoll verwendet werden können. Die Tagungsdokumentationen geben Aufschluss über die Erfahrungen verschiedener Hochschulen mit der Umsetzung studienverlaufsbezogener Analyseverfahren.

Ziel dieser fünften Veranstaltung ist es, Hochschulnetzwerke mit im Aufbau befindlichem Studierendenmonitoring in Österreich, den Niederlanden und Deutschland zu identifizieren und sich über ihre ersten Erfahrungen, Gelingensbedingungen und Herausforderungen in der Netzwerkbildung, in Transfer- und Kooperationsfragen sowie in der standortbezogenen Integration in hochschulische Prozesse auszutauschen. Wie viel Homogenität und wie viel Heterogenität verträgt die Qualitätsentwicklung in solchen Netzwerken?

Die Veranstaltung richtet sich an für Lehre und Studium verantwortliche Mitglieder von Hochschulleitungen und Dekanaten, an zuständige Hochschulangehörige aus der Studiengangs­entwicklung und dem Qualitätsmanagement sowie insbesondere an Lehrende, die mit dem Studiengangs-Monitoring beschäftigt sind.

Anmeldung geschlossen

Da wir die maximale Anzahl an Teilnehmenden erreicht haben, ist die Anmeldung zu dieser Veranstaltung geschlossen. Wir danken für Ihr Interesse.