Professionalisierung in Design, Kunst und Musik

Im Zuge des Bolognaprozesses sind auch Kunst- und Musikhochschulen gefragt, sich mit den Beschäftigungsfeldern ihrer Studierenden nach deren Abschluss verstärkt auseinanderzusetzen und dementsprechend berufsrelevante Inhalte in das Curriculum einzubinden. Hierbei entsteht allerdings ein Spannungsverhältnis: Wie ist künstlerische Freiheit und eine bereits in der Hochschule begonnene Anpassung an den Arbeits-/Beschäftigungsmarkt zu vereinbaren? Kann und soll künstlerische und kulturelle Kompetenz mit employability in einem Studienkonzept kombiniert werden und wenn ja, wie? Studierende kreativer Fächer haben zudem Berührungsängste mit der Welt außerhalb der Hochschule – aber haben sie ohne diesbezügliche Kenntnisse und Fertigkeiten gute Chancen, ihre Profession auszuüben? Die Fachtagung setzte sich im ersten Teil anhand von Keynotes und anschließender Diskussion mit diesen Themen auseinander. Wie eine fachspezifische Professionalisierung in den verschiedenen Fächern aussehen kann und wie es Absolvent_innen beruflich nach dem Studium erging, wurde im zweiten Teil an Beispielen aus der Hochschule für Künste in Bremen gezeigt.

Illustrationen von Julia Dambuk

Eine gemeinsame Tagung des Projekts nexus und der Hochschule für Künste Bremen