Kompetenzorientierung in Anerkennung und Anrechnung

Abstract: Dr. Sylvia Ruschin, Hochschule Niederrhein

Die Notwendigkeit einer nachvollziehbaren und belastbar begründeten Anrechnung von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen und Anerkennung von bereits erbrachten Studienleistungen und -abschlüssen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Neben der Beweislastumkehr wie sie die Lissabon-Konvention formuliert, sind es Faktoren wie die Vervielfachung von Studiengängen (aktuell gibt es in Deutschland mehr als 19.000 Studiengänge) und die zunehmende Diversifizierung von Bildungswegen im beruflichen Lebensverlauf (Stichwort Lebenslanges Lernen), die drei Fragen aufwerfen:

  1. Welchen Beitrag leisten Kompetenzmodelle bei der Anrechnung und Anerkennung von Leistungen?
  2. Inwiefern liegen Curricula und Studiengängen Kompetenzmodelle zugrunde?
  3. Woran wird erkennbar, welches Wissen und Können Studierende oder Studieninteressierte mitbringen bzw. erworben haben?

Diesen Fragen wird aus der Perspektive einer Hochschuldidaktikerin nachgegangen, die Studiengangsverantwortliche und Institute bei der Entwicklung von Curricula mit ausgewählten Instrumenten im Rahmen eines strukturierten Prozesses unterstützt.