Konzepte und gute Praxis für Studium und Lehre: Herausforderungen - Ideen - Lösungsansätze Auftaktveranstaltung des Projekts nexus

Zwölf Jahre nachdem 29 Bildungsministerinnen und Bildungsministerin in Bologna die Einführung eines gestuften Studiensystems vereinbarten, gilt die europäische Studienstrukturreform als weitgehend abgeschlossen. Etwa 95 % aller Hochschulen in Europa haben gestufte Studiengänge eingeführt. Auch in Deutschland sind nahezu alle Studiengänge auf die neuen Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt.

Dominierten in der ersten Phase strukturelle Fragen, treten nun stärker Aspekte der inhaltlichen Ausgestaltung der Studienprogramme in den Vordergrund: Wieviel Freiraum in der Lehre ist möglich und welche Vorgaben bei der Gestaltung von Curricula sind sinnvoll? Wie lassen sich Studieninhalte und Modularisierung mit Kreativität und künstlerischer Freiheit vereinbaren? Wie können Anrechnungs-verfahren von im Ausland erbrachten Studienleistungen gestaltet werden? Welche Strategien zur Umsetzung von Durchlässigkeit gibt es? Wie lässt sich die universitäre Lehrerbildung in gestuften Studiengängen optimieren?

Um die Hochschulen bei der Beantwortung solcher zentralen Fragen zur Studienqualität zu unterstützen, hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt nexus — Konzepte und gute Praxis für Studium und Lehre gestartet.

nexus steht für Verbindung, Gefüge oder auch für eine Nabe, die als zentraler Knoten mehrere Endpunkte miteinander verbindet. Der Name ist Programm: Das auf vier Jahre angelegte Vorhaben versteht sich als eine Drehscheibe, die Informationen zur Gestaltung der gestuften Studienprogramme aus den Hochschulen aufgreift, systematisiert und die Ergebnisse weiter vermittelt. So wird der Erfahrungsaustausch zwischen den Hochschulen intensiviert.

Das HRK-Projekt wird gute Beispiele und Konzepte aus den Hochschulen unter anderem zur studierendenzentrierten Kompetenz- und Lernergebnisorientierung, zur Umsetzung in den Fachdisziplinen, zum Diversitätsmanagement, zur Arbeitsmarktrelevanz und zur Akzeptanz von Bachelor- und Master-Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt, zu Anerkennungsverfahren, zur Qualitätssicherung sowie zur Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung sammeln, aufbereiten und veröffentlichen.

Die von nexus geplanten Veranstaltungen, Umfragen und Fach-publikationen bieten den Hochschulen den Rahmen, diese zentralen Aufgaben-stellungen breit zu diskutieren, daraus Leitfäden abzuleiten und beispielhafte Lösungsansätze zu entwickeln. Den Auftakt bildete diese Tagung.

Hochschulleitungen, Fakultäts- und Fachbereichsleitungen, Lehrende und Studierende sowie die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den zentralen Einrichtungen waren und sind eingeladen, die aus ihrer Sicht dringenden Fragen sowie ihre Erfahrungen mit vielversprechenden lokalen Lösungsansätzen in die Diskussion einzubringen und damit einen Anstoß sowohl für die qualitative Weiterentwicklung der neuen Studienprogramme als auch zur Fokussierung der weiteren Projektentwicklung zu geben.

Podiumsdiskussionen

Persönlichkeit oder Personal — Studienziele im Widerstreit?

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• Tino Bargel, AG Hochschulforschung, Fachbereich Soziologie, Universität Konstanz
• Henning Dettleff, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
• Frederik Köhler, Bildungsstreik
• Lena Schulze-Gabrechten, Studentische Vizepräsidentin, Zeppelin University
• Professor Dr. Heidrun Stein-Kecks, Dekanin, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, FAU Erlangen Nürnberg
Moderation: Dr. Thomas Kathöfer, Generalsekretär der HRK

 

Werkstattgespräch: Zukunft gestalten — Studienqualität sichern

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• Professor Dr. Manfred Hampe, Fachgebiet Thermische Verfahrenstechnik, TU Darmstadt
• Julian Hiller, designiertes studentisches Mitglied im Akkreditierungsrat
• Patrick Hintze, Master-Studierender, stellvertretender Vorsitzender des Senats der Universität Duisburg-Essen
• Professor Dr. Kira Klenke, Fakultät für Medien, Information und Design, Fachhochschule Hannover
• Juliane Knörr, freier zusammenschluss von studentInnenschaften, fzs-Vorstand

Moderation: Professor Dr. Micha Teuscher, Rektor, Hochschule Neubrandenburg, Vizepräsident der HRK