C: Wirtschafts­wissenschaften

Impulsreferat: Prof. Dr. Markus Wessler, Hochschule München

Der in den Beiträgen des Vormittags schon geschulte Blick auf Bildung und Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt wurde in diesem Workshop speziell aus der Richtung der Wirtschafts­wissenschaften geworfen, und zwar im „digitalen Dreiklang“ der digitalisierungsbezogenen Ausgangs- und Eingangskompetenzen sowie Lehrmethoden. Die Herausforderungen der Wirtschafts­wissenschaften liegen einerseits in dem extrem breiten beruflichen Spektrum, auf das man die Studierenden vorbereiten muss: von großen Unternehmen über Mittelstand und kleine Familienbetriebe bis hin zur Selbstständigkeit. Diese verschiedenen Wege erfordern auch verschiedene digitale Kompetenzen. Stärkeres Gewicht wird zukünftig auf Kommunikations-, Koordinations-, Personalkompetenzen gelegt werden müssen; dies zeigen auch viele Arbeitgeberbefragungen. Hier können verschiedene bewährte Lehrmethoden wie Übungsfirmen oder Planspiele greifen, wenn sie die digitale Arbeitswelt mitberücksichtigen. Es wird auch wichtiger, Medienkompetenz als solche zu vermitteln - eher als spezielle Software oder Tools. Bei all diesen Konzepten müssen auch die Eingangskompetenzen der Digital Natives berücksichtigt werden: ihre veränderten Recherche- oder Selbstlernkompetenzen wie auch das veränderte grundsätzliche Verständnis von breiter Bereitstellung von Informationen. Für die Lehre gilt in den Wirtschafts­wissenschaften wie in den meisten anderen Bereichen, dass sie sich mehr vom bloßen Wissen und Auswendiglernen zum selbstorganisierten und selbstmotivierten Lernen entwickeln muss.

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