Expertenworkshop Musikhochschulen

20. Oktober 2011, Düsseldorf

Als weltweit anerkannte Zentren der pädagogischen Vermittlung von musikalischer Hochkultur sind die deutschen Musikhochschulen öffentliche Orte der gemeinsamen Erschließung von Musik. Es ist Auftrag und Verantwortung der Hochschulen, die Studierenden neben der gesellschaftlichen kulturellen Teilhabe insbesondere auch auf eine qualifizierte künstlerische Berufstätigkeit vorzubereiten. 

So entwickeln die Verantwortlichen an den Hochschulen die künstlerischen Studiengänge im Austausch mit der beruflichen Praxis ständig weiter. Um arbeitsmarktrelevant zu qualifizieren, bringen die Studiengänge an den Musikhochschulen künstlerische sowie fachwissenschaftliche Inhalte und Methoden zur Anwendung, beziehen sie auf Praxisfelder und vermitteln gleichzeitig fachübergreifende Kompetenzen sowie Schlüsselkompetenzen. Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitsmarktrelevanz haben je nach Studienfach und angestrebter Tätigkeit unterschiedliche Ausprägungen. 

Die Arbeitsmarktrelevanz hochschulischer Qualifikationen hat sich im Laufe der letzten Jahre auch zu einem Leitbild der europäischen Hochschulpolitik entwickelt. Die Ausbildung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen ist ein zentraler Bestandteil des Bologna-Prozesses. 

Die Curricula der deutschen Musikhochschulen haben dieser Entwicklung Rechnung getragen, indem sie ihre traditionellen Lern- und Lehrangebote mit differenzierten Angeboten ergänzt haben. Diese Erweiterung beinhaltet eine umfassende Beratung der Studierenden im Hinblick auf mögliche Berufsfelder und unterstützt den Prozess der künstlerischen Berufsorientierung.