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Wintertagung der Runden Tische des Projekts nexus

7. Dezember 2016

Wie können die Ergebnisse aus Reformprojekten in der Lehre, z.B. Maßnahmen im Qualitätspakt Lehre, in den Hochschulen nachhaltig evaluiert, implementiert und langfristig verankert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Tages der dritten Arbeitstagung des Projekts nexus Ende November in Berlin. Die Expertinnen und Experten der Runden (Projekt)Tische aus den drei Fächergruppen Ingenieur-, Wirtschafts­wissenschaften sowie Medizin und Gesundheits­wissenschaften sowie aus dem Querschnittsthema Anerkennung waren sich mit der Impulsgeberin Prof. Dr. Anke Hanft von der Universität Oldenburg einig: Ein professionalisiertes Projektmanagement und die richtige Kommunikationsstrategie tragen entscheidend zum Gelingen bei.

Ein weiteres tischübergreifendes Thema des jährlichen Netzwerktreffens war die Frage nach dem richtigen Verhältnis von Fachlichkeit und Beruflichkeit, das ein erfolgreiches Studium ausmacht. Die Diskussion mit Prof. Dr. Matthias Becker von der Leibniz Universität Hannover zeigte, dass es zur Frage, wie Hochschulen Studierende am besten auf den Übergang in die Arbeitswelt vorbereiten sollen, je nach Fachkultur und Ausbildungsprofilen sehr unterschiedliche Positionen insbesondere an den Universitäten gibt.

Schwerpunkte 2017
Die nexus-Wintertagungen haben neben der Vernetzung der Runden Tische auch die Funktion, die Arbeitsplanungen für das Folgejahr abzustimmen. Der Runde Tisch Anerkennung plant, 2017 eine Empfehlung zu veröffentlichen zur Frage, wie Anerkennung strategisch an den Hochschulen implementiert werden kann einschließlich einer Handreichung zum Thema Notenumrechnung. Zusammen mit dem Runden Tisch Wirtschafts­wissenschaften sollen im kommenden Jahr Vorschläge für die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Leistungen erarbeitet werden. Die Wirtschaftswissenschaftler bereiten zudem Empfehlungen zur Umsetzung eines Fachqualifikationsrahmen auf Basis des Hochschulqualifikationsrahmens vor und planen eine Handreichung zur polyvalenten und kompetenzorientierten Studienganggestaltung. Für den Runden Tisch Medizin und Gesundheits­wissenschaften steht das Verhältnis von Fachlichkeit, Beruflichkeit und Wissenschaftlichkeit im Studium aus Sicht des Interprofessionellen Lehrens und Lernens im Mittelpunkt seiner kommenden Treffen. Ein Impulspapier wird Anfang 2017 veröffentlicht.

Der Runde Tisch Ingenieur­wissenschaften wird sich mit der Kompetenzentwicklung im Spannungsfeld von komplexen Studiengängen und den Erfordernissen der Berufswelt auseinandersetzen. Insbesondere wird im Mittelpunkt stehen, wie Beruflichkeit im Sinne eines breit gefächerten Kompetenzprofils jenseits einer unmittelbaren Berufsvorbereitung durch alternative Lehr-Lernmethoden gefördert und in die Curricula integriert werden kann.

 

 

 

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Termine

18. und 19. September 2017
"Qualitätssicherung in Anerkennung und Anrechnung" an der Technischen Universität Dresden

29. September 2017
"Praxistaugliche Verfahren zur Evaluation von Lehre und Studium" an der Technischen Universität Braunschweig

6. Oktober 2017
"Monitoring: Ansätze zur Erhöhung des Studienerfolgs?" an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn