Wie funktioniert der Weg aus dem Beruf ins Studium?

13. September 2019

In dem Forschungsprojekt „Nicht-traditionelle Studierende zwischen Risikogruppe und akademischer Normalität“ wurden von 2012 bis 2019 Personen betrachtet, die ohne eine schulische Hochschulzugangsberechtigung (HZB) aufgrund beruflicher Qualifikationen ein Studium aufnehmen. Das Projekt wurde vom BMBF seit 2012 gefördert und von der Abteilung Hochschulforschung der HU Berlin und dem DZHW durchgeführt.

Bei der Abschlusstagung wurden nun Forschungsergebnisse vorgestellt: Demnach ist eine überdurchschnittlich häufige Wahl flexibler Studienformate wie Fern- oder berufsbegleitende Studien zu verzeichnen. Studierende ohne Abitur, so wurde im Projekt festgestellt, erreichen seltener als Gymnasiasten einen Studienabschluss, aber etwa gleich häufig wie Studierende mit einer HZB von beruflichen Schulen oder des Zweiten Bildungswegs. Hintergrund ist offenbar der hohe Anteil an Fernstudierenden. Die Zahl der nicht-traditionellen Studierenden liegt jährlich bei etwa 13.000 Personen. Die Tagungsteilnehmer waren sich in ihrer Forderung nach transparenten Übergängen und vergleichbaren gesetzlichen und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen einig.