"Talente entdecken und Bildungschancen gezielt fördern"

13. Juli 2012

Mit dem Ziel, die Bildungsbeteiligung an niedersächsischen Hochschulen zu steigern, fördert das Land neue Projekte mit insgesamt fast einer Million Euro.
Eine Ausschreibung ermöglichte allen niedersächsischen Hochschulen, Maßnahmen zu entwickeln, um die Anzahl der „Studierenden der ersten Generation" zu erhöhen. Als „Studierende der ersten Generation" werden solche bezeichnet, die als erste in ihrer Familie ein Studium beginnen.

„Die gezielte Ansprache von Menschen, die bislang noch keine Berührungspunkte mit Hochschulbildung hatten, wird immer wichtiger. Eine hohe Bildungsbeteiligung hilft uns nicht nur bei der Ausbildung künftiger Fachkräfte. Vielmehr dienen die neuen Projekte auch zur Mobilisierung von Menschen, die sich bislang nicht für ein Studium motivieren konnten. Wir wollen an unseren Hochschulen Talente entdecken und Bildungschancen gezielt fördern", sagt Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka. 

Fünf erste Projekte können bereits jetzt starten. Aus insgesamt elf eingereichten Anträgen hat eine externe Expertengruppe unter Betreuung der Zentralen Agentur für Evaluation und Akkreditierung (ZEvA) die Projekte der Universitäten Göttingen, Hildesheim und Oldenburg sowie der Hochschulen Braunschweig/Wolfenbüttel und Hildesheim/Holzminden/Göttingen als förderungswürdig ausgewählt.

Einige Hochschulen setzen in den Projekten auf eigene Studierende der ersten Generation, die als Botschafter auch in Schulen zur gezielten Ansprache und Informationsvermittlung eingesetzt werden. Zudem geben Studierwerkstätten und Workshops den Studieninteressierten die Möglichkeit, die Studienwahl und -entscheidung durch begleitete Campusführungen, Besuchen von Fakultäten und Lehrveranstaltungen sowie Unterstützung bei Bewerbung und Immatrikulation, umfassend vorzubereiten. Ein anderes Projekt setzt in Kooperation mit der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen auf die direkte Ansprache und die Gewinnung von Studierenden aus handwerklichen Berufen.

Inforamtionen zu den ausgewählten Projekten finden Sie auch in unserer Good Practice-Datenbank:

Projekt „Brückenschlag“ der Universität Göttingen"

Anker-Peers-Programm der Universität Hildesheim