Peter-André Alt: "‚Zukunftsvertrag‘ ist ein wichtiger Durchbruch"

7. Juni 2019

HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt

Nach der Unterzeichnung des ‚Zukunftsvertrags‘ und des ‚Pakts für Forschung und Innovation‘ durch Bundeskanzlerin und Ministerpräsidentinnen und -präsidenten am 6. Juni danken die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) den Verantwortlichen für deren gemeinsame Kraftanstrengung zugunsten der Hochschulen.

HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt: „Dass beide Pakte nun auf höchster Ebene von Bund und Ländern unterzeichnet wurden, unterstreicht deren Bedeutung. Mit dem ‚Zukunftsvertrag‘ ist ein wichtiger Durchbruch gelungen, indem der Bund eine dauerhafte Verpflichtung zugunsten der Hochschulbildung eingegangen ist. Die Länder ihrerseits haben sich kompromissbereit und flexibel gezeigt und so diesen Erfolg erst möglich gemacht. In den Hochschulen werden der ‚Zukunftsvertrag‘ und die langfristige Stärkung der DFG über den ‚Pakt für Forschung und Innovation‘ sehr deutlich als Ermutigung und ziel- und sachorientiertes Handeln wahrgenommen.“

DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider: „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass in einer Zeit großer politischer Veränderungen diese Verständigung erzielt wurde. Es ist eine finanzpolitische Entscheidung von erheblicher Strahlkraft, die Hochschulen in dieser Weise nachhaltig zu fördern. Wir verstehen sie als Signal, dass qualitativ hochwertige Forschung und akademische Bildung von der Politik als eine der entscheidenden Voraussetzungen für die Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben erkannt wurden. Hier werden in der Tat staatliche Investitionen getätigt, die sich mittel- und langfristig bestens auszahlen werden.“

Mit dem Zukunftsvertrag "Studium und Lehre stärken" haben sich Bund und Länder darauf geinigt, dafür dauerhaft Jahr für Jahr etwa vier Milliarden Euro zusätzlich zur Grundausstattung in die Hochschulen (zwei Milliarden Euro vom Bund und zwei Milliarden Euro durch die Länder) zu geben. Damit sollen die Hochschulen unter anderenm mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse in der Lehre schaffen.

Für eine neue Organisationseinheit, die der "Innovation in der Hochschullehre" dient, sollen 150 Millionen Euro jährlich bereitgestellt werden, zunächst allein durch den Bund und ab 2024 mit Länderbeteiligung.