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nexus-Tagung: Wie kann Monitoring zur Erhöhung des Studienerfolgs beitragen?

10. Oktober 2017

HRK-Vizepräsident Holger Burckhart warnte davor, Hochschulentwicklung und -finanzierung auf quantitative Output-Indikatoren zu reduzieren. Foto: HRK/nexus

Ob ein Studierender sein Studium erfolgreich abschließt, hänge weder von einer Hochschule noch von ihr oder ihm allein ab: „Vielmehr ergibt sich der Studienerfolg aus einem komplexen Wechselspiel, das von zahlreichen Einflüssen geprägt wird“. HRK-Vizepräsident Prof. Dr. Holger Burckhart warnte in seinem Impuls zur Eröffnung der nexus-Tagung „Monitoring: Ansätze zur Erhöhung des Studienerfolgs?“ am 6. Oktober an der Universität Bonn davor, Hochschulentwicklung und -finanzierung auf quantitative Output-Indikatoren zu reduzieren. Wichtig sei ein reflektierter und bewusster Umgang mit den von den Hochschulen erhobenen Daten und deren Einbettung in qualitative Betrachtungen. Auch Feedback-Expertin Prof. Dr. Susanne Narciss von der TU Dresden (siehe Interview) machte in ihrer Keynote deutlich, dass Daten nicht isoliert zu betrachten seien. Wenn zum Beispiel erhoben würde, ob Studierende viel oder wenig Zeit für ihr Studium aufwenden, sei dies allein noch nicht aussagekräftig.  

Derzeit gilt vor allem die Frage, wie viele ECTS-Punkte ein Studierender nach einer bestimmten Semesteranzahl erreicht hat, als wichtiger Indikator für den künftigen Studienerfolg. Die Universitäten Bonn und Aachen sowie die HAW Hamburg stellten auf der Tagung vor, wie sie das Kreditpunkte-Monitoring nutzen, um daraus etwa strukturelle Schwierigkeiten in Studiengängen besser zu identifizieren oder Studierenden, die weniger Prüfungen als vorgesehen absolvieren, frühzeitig Beratungs- und Mentoringangebote zu machen. In der anschließenden Diskussion wurden die Ansätze gelobt, gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass 'ECTS-Daten sammeln nicht alles sein kann‘. Prof. Dr. Uwe Schmidt Leiter des Zentrums für Qualitätssicherung und -entwicklung an der Universität Mainz, sprach mit seiner Forderung nach der Einbettung des Monitorings in ein gelebtes, ganzheitliches Qualitätsmanagement, welches im Dialog mit den Lehrenden entwickelt werden müsse, den gut 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Herzen. 

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