Entrepreneurship-orientiertes Lehren und Lernen

12. April 2018

Anhand von Postern wurden Praxisbeispiele aus den Hochschulen vorgestellt und diskutiert.

Lernfabriken, Business-Plan-Coachings oder Prototypen-Werkstätten: An vielen ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten gibt es gute Ansätze und Projekte, die das unternehmerische Denken und Handeln im Studium fördern. Selten sind diese Angebote jedoch fest in den Curricula verankert und oft richten sie sich nur an eine kleine Zahl von besonders engagierten Studierenden.

Dabei, so ein Fazit eines vom Runden Tisch Ingenieur­wissenschaften im Projekt nexus ausgerichteten Erfahrungsaustauschs an der Ruhr-Universität Bochum, gehe es beim Entrepreneurship-orientierten Lehren und Lernen nicht nur um die Vermittlung von Prozesswissen zu Gründungen, sondern vor allem um die Förderung von überfachlichen Kompetenzen wie etwa systemisches Denken oder Resilienz. Diese seien nicht nur potentielle Gründerinnen und Gründer, sondern für alle angehenden Ingenieurinnen und Ingenieurinnen relevant.

Prof. Dr.-Ing. Marcus Petermann vom Lehrstuhl für Feststoffverfahrenstechnik der Ruhr-Universität forderte in seinem einführenden Impuls Gestaltungsspielräume für Lehrexperimente. Studierende, so Petermann, müssten zu kritischem Denken und verantwortlichem Handeln ermutigt werden. Bei der Veranstaltung wurden anhand von Postern Praxisbeispiele aus Hochschulen in der Region vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse werden vom Runden Tisch Ingenieur­wissenschaften aufgegriffen.