Brauchen wir einen „Leonardischen Eid“?

6. März 2018

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Reicht es, ingenieurwissenschaftliche Curricula um Angebote zum Erwerb digitaler Kompetenzen zu ergänzen oder brauchen Ingenieurinnen und Ingenieure der Zukunft ganz neue und individuelle Kompetenzprofile, die sich in traditionellen Studienplänen gar nicht abbilden lassen? Unter anderem diese Frage diskutierten Hochschullehrende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden Anfang März in Berlin beim 6. VDI-Qualitätsdialog kontrovers. Die Debatten machten zahlreiche Herausforderungen deutlich, aber es gelang im Verlauf der Tagung auch, die Thesen und Ansätze aus dem gemeinschaftlich formulierten Diskussionspapier des VDI „Ingenieurausbildung für die Digitale Transformation“ durch den Austausch von zahlreichen guten Ansätzen aus der Praxis mit Leben zu füllen. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber, dass die Problemlösungsfähigkeit auch über Fachgrenzen hinaus einen wesentlichen Stellenwert in der künftigen Ingenieurausbildung einnehmen soll. Die Idee eines „Leonardischen Eid“ fand etwa durchaus Anklang.